Grüner Tee: Welche Sorten, wie oft, wie viel?

Ratgeber Grünteesorten 

Grüner Tee: Welche Sorten, wie oft, wie viel?

Grüner Tee: Welche Sorten, wie oft, wie viel und wann soll für die beste Wirkung auf die Gesundheit getrunken werden? Wichtigste Grüntee-Sorten eingeordnet.

Grüntee-Sorten: Wie oft, wie viel und wann?

Jede Sorte japanischen Grüntees besitzt einen eigenen Schwerpunkt in ihrer gesundheitlichen Wirkung und im Geschmack. Dies ist durch die unterschiedlichen Anbau- und Verarbeitungsverfahren (z.B. Voll- und Halbbeschattung, volle Sonne, etc.), die unterschiedlichen Erntezeiten, die unterschiedlichen verwendetene Bestandteile der Pflanzen (Knospen, Blätter, Stängel) und die aus all diesen Faktoren resultierenden verschiedenen Inhaltsstoffe zu erklären.

Die folgende Auflistung soll eine grobe Einordnung der wichtigsten japanischen Sorten verschaffen und basiert auf der Betrachtung der  individuellen Inhaltststoffe und meinen persönlichen Erfahrungen im täglichen Gebrauch. Für Kinder, bei Krankheiten, in der Schwangerschaft und anderen besonderen Situationen würde ich durchaus andere Einnahmen empfehlen, oder sogar von der Anwendung abraten. Dies ist grundsätzlich individuell zu beurteilen. Bitte lesen Sie dazu auch den Beitrag Grüner Tee zur Vorbeugung und bei Krankheiten und die mir bekannten möglichen Nebenwirkungen und Risiken.

Die wichtigsten Grüntee-Sorten für die tägliche Versorgung

SorteTeePflanzenteilEmpfohlene PflückungWie oft? Wie viel?Wann (Tageszeit)Schwerpunkt Versorgung
Sencha (nur hohe Qualität)SenchaJunge Blätter und Knospen1., ergänzend auch ab und zu 2.täglich 1 x 0,3 l
mittags / nachmittagsGrundversorgung, größte generelle gesundheitliche Wirkung
GyokuroGyokuroBeschattete, junge, frische, zarte Blätter1.täglich 1 x 0,3 l

morgensGleiche Bedeutung wie Sencha, aber ausgeprägt andere Schwerpunkte
ShinchaShinchaErste zarte Knospen im JahrErste Frühjahrserntetäglich 0,3 l,
kurweise saisonal (Mai/Juni-August)
mittags / nachmittags
insbes. Vitamine, bes. Catechine, Fettsäuren
BanchaBancha-gruener-tee-blaetter Gröbere Blätter späterer Ernte 2. mind. 1-2 x 0,3 l pro Woche abends  Mineralstoffe, Spurenelemente, Eisen
Karigane SenchaKukichaBlattstängel von gehobenem Sencha 1.mind. 1-2 x 0,3 l pro WocheabendsMineralstoffe, Spurenelemente, L-Theanin
Matcha (vom Tencha)MatchaTencha: Länger beschattete und getrocknete zarte Blätter, Matcha: zu Pulver vermahlener Tencha 1.mind. 1-2 x pro Woche, besser täglich 2-3 Teespatel Matcha 

 morgens (in Shakes / Smoothies)

oder

mittags / nachmittags (traditionelle Zubereitung)

viele besondere Nährstoffe/Vitamine, Matcha besitzt größte ORAC-Werte (Antioxidans)

 

Anbau von Grüntee

Sencha und Gyokuro als Basistees

Für den täglichen Verzehr, also als „Basistee“ empfehle ich 2-3 x 0,3 Liter von hochwertigem japanischen Grüntee täglich, und zwar die beiden Sorten: Sencha (nur hochwertige Senchas!) und Gyokuro. Sie entfalten meiner Ansicht nach die beste allgemeine gesundheitliche Wirkung und Versorgungsleistung. Sie sind daher die täglichen Grundversorger. Eine etwas abgemilderte Form des Senchas für den abendlichen Gebrauch ist der Genmaicha. Er ist etwa zur Häfte mit gepufftem Reis versetzt, besitzt dadurch weniger Koffein und hat eine wärmende Wirkung. Ein guter Genmaicha bietet sich also auch anstelle eines Senchas am späten Nachmittag oder abends an.

Shincha als Frühsommerkur

Neben Gyokuro und hochwertigem Sencha dient der besonders edle und frische erste Frühlingstee, der Shincha, als saisonale Kur  für mehrere Wochen im Frühsommer – solange der begrenzte Vorrat reicht. Täglich eine Portion 0,3 l Shincha bieten sich vom Mai/Juni bis etwa in den August hinein besonders an. Er besitzt besonders viele Vitamine, aber auch größere Anteile bestimmter Bitterstoffe und Fettsäuren. Shincha wird oft auch „Flug-Shincha“ genannt, da er schnell nach der Ernte nach Europa geflogen wird. Meine Empfehlung lautet einmal jährlich im Frühsommer eine Shincha-Kur für etwa 6 Wochen vorzunehmen, bei der man den frischen Shincha ergänzend oder alternativ zum Sencha und Gyokuro trinkt (0,3l täglich).

Bancha und Karigane: basisch und Mineralstoffe / Spurenelemente

Als weitere Ergänzung zu den Basistees empfiehlt es sich, mindestens etwa ein bis zweimal die Woche – je nach Verlangen, Gespür und Bedarf – auch 0,3 l guten japanischen Bancha (stark entsäuernd, viel Eisen und Mineralstoffe) oder Karigane (Stängeltee (Kukicha) von gehobenem Sencha; viele Mineralstoffe und Spurenelemente) zu trinken. Um von den verschiedenen Inhaltsstoffen zu profitieren, wechselt man am besten zwischen den Sorten ab. Bancha und vor allem Karigane/Kukicha beinhalten beide wenig Koffein und werden daher gerne auch abends getrunken. Sie verfügen jedoch im Vergleich des gehobenen Segments der Senchas und Gyokuros über eine geringere allgemeine gesundheitliche Wirkung. Wichtig ist auch zu wissen, dass zahlreiche Mineralstoffe nicht ins Teewasser übergehen, sondern nur durch den Verzehr der Teeblätter aufgenommen werden können. Es bietet sich also an, insbesondere aufgebrühten Bancha je nach Bedarf zu verzehren. Er enthält einen besonders hohen Eisengehalt. An dieser Stelle sei auch kurz erwähnt, dass zur Mineralstoffversorgung und als Antioxidans auch der südafrikanische Rooibostee sehr gute Dienste leistet.

Matcha – Extra-Nährstoffe und Antioxidantien

Darüber hinaus ist es sehr von Vorteil, mindestens ein bis zweimal wöchentlich – besser eher täglich –  2-3 Teespatel Matcha zu verzehren. Dies kann auf traditionelle Weise mit heissem Wasser geschehen. Noch besser für die Vitaminversorgung ist aber das Einrühren unerwärmt in einen Shake oder Smoothie.

Zusätzlich frisches Wasser dazu trinken!

Da der grüne Tee sehr stark die Entgiftung, Entschlackung und viele andere Prozesse des Körpers anregt, ist es außerordentlich wichtig, zum täglichen Grüntee-Konsum auch eine ausreichende Menge frisches Wasser zu trinken. Dies unterstützt die Ausscheidungsorgane und verhindert eine Belastung des Körpers. Wir empfehlen bei täglichem Verzehr von „nur“ 0,3 l Grüntee mindestens 0,3 l frisches und stilles Wasser zusätzlich zum normalen Wasserkonsum relativ zeitnah (etwa 30 Minuten) nach dem Grünteekonsum zu trinken. Täglich sollte man – je nach Körpergewicht – insgesamt mindestens auf einen Verzehr von 1,5-2 l frisches und stilles Wasser kommen.

Abwechslung beim Grünen Tee Trinken

Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass von jeder Sorte möglichst unterschiedliche Tees getrunken werden. Dabei sollte man zum Beispiel vom Sencha am besten drei unterschiedliche Tees täglich abwechselnd trinken, so dass jeder Tee nur alle drei Tage verzehrt wird. Diese Abwechslung fördert die positive Wirkung des Tees und verhindert ein leichtes „Abstumpfen“. Und: Bei den Senchas sollte man Tees der ersten und auch gelegentlich der zweiten Ernte/Pflückung trinken. Die Ernten danach würde ich nur in Ausnahmefällen empfehlen. Teefarmen die mehr als zweimal Nicht-Bio Senchas und mehr als einmal Bio-Senchas im Jahr ernten verfügen über eine deutlich geringere Qualität. Fast immer wird die erste Ernte angepriesen und teuer vermarktet. Sie ist sicherlich geschmacklich frischer und duftiger und besitzt besonders viele wichtige Inhaltsstoffe. Doch im Hinblick auf die allgemeine Wirkung ist es auch von Bedeutung ab und an auch eine sehr gute zweite Ernte zu trinken. Diese bietet andere Schwerpunkte bei den Inhaltsstoffen. Abwechslung zwischen den Sorten, Marken und Teegärten fördert die gesundheitliche Wirkung. Hier sind die Grenzen nur durch das eigene Budget und durch die Haltbarkeit des Tees gesetzt.

Nur gedämpfte Grüntee-Sorten

Grundsätzlich empfehlen wir, nur solche Sorten Grünen Tees zu trinken, die im Dämpfungsverfahren hergestellt und nicht geröstet wurden. Leider werden die meisten chinesischen grünen Tees aber geröstet und verlieren aus meiner Sicht dadurch wesentlich in ihrer Wirkung auf die Gesundheit. Dies gilt auch für die meisten anderen Herkunftsregionen, außer Japan. Die japanischen Grünen Tees werden fast ausschließlich gedämpft. Daher beschränke ich meine Empfehlung auf japanische Grünteesorten und zwar nur auf die wichtigsten in gesundheitlicher Hinsicht. Für eine detailliertere Übersicht der japanischen Grünteesorten haben wir einen gesonderten Artikel für Sie zusammengestellt.  Da es für die gesundheitliche Wirkung auch besonders auf die richtige Zubereitung ankommt, sollte man sich hier auch genau informieren. Zudem spielt es für manche Menschen und gesundheitliche Konstellationen auch eine Rolle, wann bzw. zu welchen Tageszeiten (morgens, mittags, abends) man die Sorten zu sich nimmt.



38 Responses to “Grüner Tee: Welche Sorten, wie oft, wie viel?”

  1. Kann oder darf man Grüntee auch mit anderen Kräutertees mischen? Zum Beispiel zum Verändern des Geschmacks
    Liebe Grüße
    Otto Pikal

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Man darf, aber ich empfehle das meistens nicht. Die Mischung sollte sich in der Wirkung nicht „beissen“. Folgende Mischungen sind zB möglich: Jasmin, Kirschblüten, Rosenblüten, Orangenschalen, Zitronenschalen. Weniger gut: starke Kräutertees, zB Pfefferminz, Kamille. beste Grüße Jörg Schweikart

  2. Hallo Herr Dr. Schweikart,
    Tolle und informative Seite! Danke! Ich hätte 2 Fragen: Welcher Tee wirkt besonders gegen Schlafstörungen und wie muss man ihn einnehmen? Welcher Tee wirkt gegen Stimmungstiefs, welcher bei Prostatakrebs und wie müssen diese Tees zubereitet werden? Vielen Danke und beste Grüsse

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, bitte lesen Sie den Beitrag Gaba-Tee und den Beitrag Krebs. beste Grüße Jörg Schweikart

  3. Hallo,
    Ob Matcha Tee ist Nebenwirkung für chronisch Asthma oder ?
    Und wie öfter es trinken?
    Mfg Silvia

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, leider kann ich Ihre Frage nicht verstehen. viele Grüße Jörg Schweikart

  4. Schönen guten Tag Herr Dr. Schweikart,

    in ihren Empfehlungen zum Verzehr von Gyokuro weisen Sie darauf hin, dass dieser Tee nicht auf nüchternen Magen getrunken werden soll. Nun, ich frühstücke nicht. Meine erste Mahlzeit des Tages nehme ich in der Regel erst Mittags in Form eines grünen Smoothies zu mir. Sollte ich dann auf den Gyokuro verzichten und nur Sencha, Bancha und Macha konsumieren?

    Im voraus ein herzliches Dankeschön für Ihre Antwort
    Reiner Thaller

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, die Empfehlung ist eher allgemeiner Natur und für Menschen mit nicht so starken Magen und Darm. Auch für Menschen mit schwacher Leber. Der Verzehr von Gyokuro morgens nüchtern kann ansonsten sogar sehr positiv sein. Er sollte nicht zu stark sein und man sollte viel Wasser danach zu sich nehmen. Am besten ausprobieren und schauen, wie es Ihnen bekommt. Gibt es einen Grund, dass Sie nicht frühstücken? Ggf. wäre eine ganz leichte Speise besser für Sie? Zum Beispiel eine Handvoll Mandeln, die auch das nötige Calcium zum Tee geben würden (zur Bindung des Oxalats). viele Grüße Jörg Schweikart

  5. Hallo, Herr Dr.Schweikart,
    da ich beruflich sehr gestresst bin, wenig Schlaf bekomme, einen hohen Blutdruck und schlechte Leberwerte( trinke keinen Alkohol) habe, suche ich einen für mich geeigneten grünen Tee. Welchen können Sie mir empfehlen?
    Liebe Grüße, Petra-Yvonne

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, ich würde mit dem Basis-Paket beginnen und schauen, wie gut Ihnen das bekommt. Gyokuro morgens, Sencha mittags/nachmittags, Bancha abends. viele Grüße Jörg Schweikart

  6. Guten Tag Hr. Dr. Schweikart,
    danke für die tolle und informative Seite – ich arbeite mich gerade durch. Da ich derzeit Karies habe und gehört habe, dass Grüner Tee auch als Mundspülung anzuwenden wäre, würde ich gerne wissen welchen ich den nehmen soll?
    danke.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, tendenziell einen mit viel Catechin-Gehalt. Ideal wäre der Benifuuki, aber der ist sehr bitter und man kann ih nicht lange stehen lassen. Also am besten einen Sencha. Sie könnten für die Mundspülung eine 2. oder 3. Ernte nehmen (Sommerpflückung), die sind catechinhaltiger und bitterer sowie preiswerter. beste Grüße Jörg Schweikart

  7. Welcher eignet sich am beste zum abnehmen und wieviel Danke schon mal

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, die Antwort findet sich ausführlich im speziellen Beitrag „Abnehmen“, siehe dazu die Navigation. beste Grüße Jörg Schweikart

  8. Hallo 😀
    Ich wollte mal die Frage mit dem Marcumar aufgreifen. Ist ihre Antwort nur auf den Chun Me Tee bezogen oder auch grundsätzlich bei grünem Tee. Habe hier von XXX nen grünen Tee gekauft (Teebeutel). Ich mache gerade eine ernährungsumstellung bei der ich ca 2 Tassen grünen Tee mit Zitrone und Ingwer trinken soll. Oder ist der grüne Tee, den man in Beutel kauft, nicht so hoch konzentriert, oder hat grüner Tee eine grundsätzlich, blutverdünnende Wirkung? Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo,
      grüner Tee besitzt in der Tat grundsätzlich eine die Fließeigenschaft des Blutes verbessernde Wirkung, was aber nicht eine zu starke Verdünnung bedeuten muss. Wenn der Tee in guter Qualität und in richtiger Zubereitung getrunken wird, dann entstehen keine Nachteile. Bei Medikamenteneinnahme und bei ärztlicher Behandlung ist die Einnahme mit dem behandelnden Arzt abzustimmen. Teebeutel werden in der Regel mit Tee aus niedrigster Qualität hergestellt. Diese kann ich natürlich nicht empfehlen, es entstehen ggf. sogar negative gesundheitliche Folgen. beste Grüße Jörg Schweikart

  9. Hallo Herr Dr. Schweikart,

    ihre Seite ist wirklich toll und ultra informativ! Vielen Dank für Ihre Bemühungen bei der Pflege dieser Seite!

    Ich hätte eine Frage ganz allgemein zu Grünem Tee:

    Oftmals wird beim grünen und schwarzem Tee von einem „sauber verarbeitetem Blatt“ oder einem „drahtigem Blatt“ gesprochen. Umso besser, um so teurer. Nur konnte ich bisher nirgends nachlesen im Internet warum das besser ist? Heißt drahtig automatisch jüngere Blätter und somit besserer Tee?

    —————

    Meine 2. Frage wäre bezüglich der Bezeichnungen: Beim schwarzen Tee ist die Bezeichnung ja noch relativ einfach. Anbaugebiet, Plantage, Blattgrad. Aber beim Grünen Tee sind es meist Fantasienamen (z.b. Gyokuro „edel Tautropfen“ oder Matcha „vermahlener Tee“). Meine Frage ist, WARUM die verschiedenen Grünteesorten so heißen wie sie heißen. Alles kommt ja vom gleichen Blatt. Ist letztendlich nur die Weiterverarbeitung entscheidend für die Sortenbezeichnung. Also das ein Gyokuro beschattet wird und ein Matcha vermahlen wird etc. Warum heißt ein Sencha Sencha und ein Mao Feng Mao Feng. Ist nicht alles erstmal Thea sinensis bzw. assamica?

    Liebe Grüße

    Mari

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, Danke sehr. Zu Ihren Fragen werde ich noch einige gesonderte Beiträge schreiben, hatte nur noch keine Zeit dazu. Die Fragen sind absolut wichtig. Ein möglichst schönes unbeschädigtes Blatt bewahrt die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze, bis der Tee dann aufgebrüht wird. Bruchblätter oder nicht sorgfältig gepflückte und verarbeitete Blätter, so wie das bei Billigware der Fall ist, verliert bzw. oxidiert viel schneller! Die Teemeister und guten Hersteller legen also großen Wert auf das Blatt selbst. Hier kann viel schief gehen, vom Pflücken bis hin zur Verarbeitung, dem Trocknen und dem Verpacken. Natürlich spielt auch vorrangig die Qualität des Blatts bzw. des Teefelds mit die größte Rolle, so wie z.B. bei der Weintraube auch. Drahtig heisst nicht automatisch jünger. Jüngere Blätter besitzen nicht unbedingt größere Spannkraft, aber sie sind zarter und saftiger und verfügen über einen anderen Inhaltsstoffmix. Die Bezeichnungen beim schwarzen Tee sind standardisiert, das ist richtig. Allerdings wird damit vorgetäuscht, dass die besten Grade auch mit tollem Tee gleichzusetzen wären. Das ist nicht der Fall. Beim schwarzen Tee kommt es neben der verwendeten Blattart auch extrem auf die Lage, die Verarbeitung etc. an. Man muss also wie beim grünen Tee auch mehr auf eine ganze Vielzahl von Faktoren achten. Eine schlechte Verarbeitung, zum Beispiel eine ungekonnte Dämpfung, kann den tollsten Tee ruinieren. Jeder Grünteesorte besitzt einen historischen Hintergrund und eine eigene Begründung für seine Verarbeitung und Anbauweise. Insofern muss die Geschichte einzeln angeschaut und gelernt werden. viele Grüße Jörg Schweikart

  10. Corinna Tinczorwsks:

    Guten Tag
    Wollte gern mal wissen was Sie von der teuren Sorte Bio Shincha Iwai halten.ist er sein geld wert.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, habe ihn noch nicht probiert. Er steht mit rund 36 € für 100g recht teuer in einem Online Händler zum Verkauf und stammt aus Kagoshima, eine solide aber nicht allerbeste Region für Shincha. Wenn Sie mir eine kleine Probe zukommen lassen, gebe ich gerne mein (subjektives) Urteil ab. viele Grüße Jörg Schweikart

  11. Andreas Eckerlin:

    Hallo Hr. Dr. Schweikart,
    ich bin bei der Suche nach eine Gusseisernen Teekanne auf Ihre sehr aufschlußreiche Seite gelangt. Ersteinmal einen Dank für die Mühen Ihrerseits für eine solche Seite!
    Bei meinen Recherchen tauchten immer wieder die Unterscheidung in Eisenkannen mit und ohne emaillierter Innenwand. Meine Frage an Sie: Können Sie mir einen Handel empfehlen der eine Auswahl an Kannen beider Arten bereithält, bei denen ich auch sicher sein kann das diese aus Japan stammen?
    Für Ihre Antwort bin ich sehr verbunden und verbleibe mit besten Grüßen
    A. Eckerlin

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Eckerlin, leider kenne ich keinen solchen deutschen Handel. Ich mache mich aber demnächst schlau, wo man das in Japan direkt beziehen kann. viele Grüße Jörg Schweikart

  12. Guten Tag,
    bedanke mich herzlichst für diesen sehr interessanten Artikel.
    Frage: Welcher “grüner Tee” für die vergrößerte Prostata geeignet ist bzw. wieviel und wann man täglich trinken soll.
    Liebe Grüsse. Viktor.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Viktor, vielen Dank. Bei ersten Prostatavergrößerungen/-veränderungen würde ich grundsätzlich noch das große Vorbeugungspaket empfehlen, siehe Tabelle im Beitrag: http://www.gruenertee.de/zubereitung/gesundheit/. Es wäre ratsam, die ersten Monate etwas mehr Matcha-Tee zu trinken, als dies in der Tabelle angegeben ist. In jedem Fall sollte die Sache vom Arzt untersucht werden. Bitte berücksichtigen Sie bei Einnahme von Medikamenten, dass grüner Tee Wechselwirkungen hervorrufen kann und sprechen dies mit dem Arzt vorher durch. beste Grüße Jörg Schweikart

  13. ich würde gerne grünen Tee als Chloesterinsenker einsetzen , nehme bereists Aminosäuren und habe 150 Gesamtwert . Welchet Tee ist die richtige Sorte “ Sencha „.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Broda, ich bin mir nicht sicher ob ich die Frage richtig verstehe. Aus naturheilkundlicher Sicht wird Cholesterin als Stoff im Körper nicht unbedingt als schädlich erachtet, sondern vielmehr die Frage gestellt, weshalb der Körper ein hohen Cholesterin-Gehalt zulässt oder bildet. Dafür kann es viele Ursachen geben. Allgemeine Hinweise zu den passenden Sorten finden Sie im Beitrag http://www.gruenertee.de/zubereitung/gesundheit/ im Abschnitt Cholesterin. beste Grüße Jörg Schweikart

  14. Hallo.
    Mich interessiert sehr in wiefern der grüne Tee aus Teebeuteln gesund ist? Also was ist von grünem Tee aus dem Supermarkt zu halten?Leider stehen bei vielen Tees nicht mal die genaue Sorte drauf. Lieben Gruss

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Marieke, die meisten Teebeutel im Markt werden mit den niedrigsten Tee-Qualitäten, dem sog. Dust, gefüllt. Auch in den Supermärkten findet sich oft diese Qualität. In der Tat finden sich zudem nur sehr wenige Informationen über Herkunft, genaue Sorte oder gar Region, Erntejahr, Pflückung etc. Die meisten Tees dieser Qualität, die ich versucht habe, empfinde ich für den Körper eher als belastend als gesundheitsfördernd. Meist werden auch für die Zubereitung noch viel zu hohe Temperaturen und Ziehzeiten angegeben. In Japan existieren hingegen auch höhere Qualitäten an Teebeutel. Jedoch ist die Herstellung von gut schmeckenden Grüntee-Teebeuten nicht trivial, da der Tee kürzer geschnitten werden und die Sorte für die Brühmethode passen sollte. Gute japanische Hersteller berücksichtigen dies. Gleichwohl kommen auch diese Teebeutel nicht an die Qualität eines losen grünen Tees heran. Dies hat nicht nur geschmackliche Folgen, sondern spielt auch für die Wirkung eine signifikante Rolle. Ich empfehle die Tipps zum Kaufen von grünen Tee durchzulesen: http://www.gruenertee.de/kaufen/. Viele Grüße Jörg Schweikart

  15. Hallo Jörg, ich glaube dieser Grüntee (Darjeeling von Teekampagne) wird auch nicht geröstet, sondern gedämpft und es handelt sich dabei um Cam.sinensis. Was halten Sie davon?

    Beste Grüße
    Akeem

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, ich habe dazu keine konkreten Infos, aber das Foto auf der Webseite zeigt eher einen gerösteten Tee und typischerweise wird in Darjeeling die Var. Assamica angebaut. Ich denke also, dass es sich nicht um einen gedämpften Tee der Var. sinensis handelt. beste Grüße Jörg Schweikart

  16. Hallo, und was ist mit Ceylon aus Sri Lanka? Trinke immer den fair gehandelten Bio-Grüntee von Gepa. „Gedämpft“ – keine Ahnung, da steht „schonend getrocknet“. Jedenfalls schmeckt er gut und fühlt sich gut an :). LG und danke für die Infos auf der Seite.

  17. Hallo, ich vermisse hier den grünen Darjeeling.
    Vielleicht kommt dazu auch mal ein Artikel.
    Grüsse
    Ben

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, guter Punkt! Darjeeling ist eine für den Anbau von Tee begnadete Region (Klima, Böden etc.), aber leider wird dort vorrangig die Var. Assamica angebaut und der Tee meist geröstet. Beides ist im Vergleich zur Var. Sinensis und der Dämpfung von Tee in punkto Gesundheit von Nachteil. Falls Sie einen guten Tee aus der Region empfehlen können, freue ich mich über einen Hinweis (Sinensis und gedämpft bitte!). beste Grüße Jörg Schweikart

  18. Ludin Günther:

    Frage:

    Wieviel z.B. Chun Mee -Grüner Tee darf man bei Marcumar Einnahme trinken? Vitamin K?

    Danke

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, eine solche Frage müssen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Grüner Tee besitzt blutverdünnende Eigenschaften und die Wechselwirkung mit Medikamenten ist zu berücksichtigen. Das muss aber individuell angeschaut werden. Noch ein Tipp: Chun Mee Grüner Tee ist ja ein relativ kräftiger Tee mit vielen (gesunden) Bitterstoffen, aber dürfte auch eine im Vergleich zu anderen Grünteesorten stärkere Wirkung auf das Blut besitzen. Ausserdem ist er meines Wissens (bitte korrigieren Sie mich) geröstet und nicht schonend gedämpft. Aus meiner Sicht wäre es von Vorteil, in so einem Fall einen gedämpften Tee und eine etwas weniger kräftige/bittere Sorte und Lage zu wählen. mit den besten Grüßen Jörg Schweikart

  19. welchen gruenen Tee fuer Athrose?

  20. Guten Tag,
    bedanke mich herzlichst fuer diesen sehr interessanten Artikel. Nur ist mir nicht ganz klar welcher „gruener Tee“ fuer Arthorse geeignete ist bzw. vieviel und wann man taeglich trinken soll.
    Vielen Dank fuer die Auskunft
    Lieben Gruss
    Erika

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Pfattner, die besonders geeigneten Grünteesorten sind hier zur guten Versorgung des Körpers: Gyokuro (am besten) und auch Sencha (wichtig als Ergänzung). Am besten morgens Gyokuro und mittags/nachmittags Sencha. Weitere Details finden sich im Artikel Zubereitung>Zur Vorbeugung und bei Krankheiten. Grundsätzlich kann man hier aber auch das ganze Paket zur guten Allgemeinversorgung zu sich nehmen, das wäre noch besser (siehe am Anfang des erwähnten Artikels). Wegen Risiken und Nebenwirkungen empfehle ich die beiden Artikel in der Kategorie „Wirkung“ zu lesen. Beste Grüße Jörg Schweikart

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