Grüner Tee Nebenwirkungen

Ungesund? 

Grüner Tee Nebenwirkungen

Grüner Tee Nebenwirkungen: Das Koffein und Gerbstoffe im Grüntee können deutliche Symptome verursachen. Hintergrund und Tipps bei Nebenwirkungen von Grünem Tee.

Nebenwirkungen: Was ist zu beachten?

Der Genuss von grünem Tee kann neben seiner großen Bandbreite an positiven Wirkungen auch eine ganze Reihe von Symptomen der Unverträglichkeit hervorrufen, die vor allem auf die in ihm vorhandenen Alkaloide (insbes. Koffein) und Gerbstoffe (insbes. Tannin) zurückzuführen sind. Daneben existieren aber auch einige Risiken, die man vermeiden sollte.  

Verträglichkeit von Grüntee

Grundsätzlich spielen bei der Verträglichkeit des grünen Tees mehrere Faktoren eine wichtige Rolle, die es einzeln zu beachten gilt und durch die man die Nebenwirkungen reduzieren und besser steuern kann:    

  1. Unterschiedlicher Koffein- und Tanningehalt der jeweiligen Grünteesorte.
  2. Zubereitung (Ziehzeit, Temperatur, Dosierung, Aufguss) je Sorte.
  3. Empfohlene tägliche Obergrenze an Koffein.
  4. Körperliche Konstitution und Verfassung.

Anregungen zu diesen Aspekten finden sich im Beitrag Tipps im Umgang mit Koffein.

Mögliche Risiken und Folgewirkungen

Desweiteren sind auch potentielle Risiken und Folgewirkungen des Verzehrs von grünem Tee zu betrachten und zu vermeiden:

Diese Themen werden in dem Beitrag Grüner Tee Risiken ausführlicher besprochen.

Mögliche Nebenwirkungen durch grünen Tee

Der Genuss von grünem Tee mit reichhaltigem Anteil an Koffein kann unterschiedliche Symptome hervorrufen. Diese Anzeichen zeigen sich meistens nur kurz vorübergehend, können aber bei intensiverem Teegenuss auch längere Zeit anhalten, bis der Konsum wieder gestoppt oder reduziert wurde. Bei jedem Menschen treten diese Nebenwirkungen in unterschiedlichem Maße auf und die Sensibilität kann sich im Laufe der Zeit deutlich verändern. Manche Teegeniesser merken erst ab einer großen Teemenge erste Anzeichen und andere Menschen werden schon bei der ersten oder zweiten Tasse Grüntee unruhig. Forscher fanden in Untersuchungen zudem heraus, dass Frauen sensibler auf Koffein reagieren als Männer und dass das Koffein bei ihnen auch langsamer abgebaut wird.

Die nachfolgende Auflistung beinhält die typischsten  Symptome:

  • gruentee-senchaNervosität, „Hibbeligkeit“,
  • Gereiztheit,
  • Leichter Schwindel,
  • Einschlafprobleme,
  • Herzklopfen / Herzrhythmusstörungen,
  • Brustempfindlichkeit bei Frauen,
  • Gefühl der Austrocknung und trockene Haut, Durst,
  • Hautirritationen,
  • Urindrang,
  • Magenschmerzen,
  • Verstärkung von Symptomen bestehender Krankheiten.

Was tun bei Nebenwirkungen

Weniger Koffein beinhalten die Grünteesorten Bancha, Genmaicha und insbesondere Karigane / Kukicha. Besonders viel Koffein enthalten Gyokuro, Tencha und Matcha. Hochwertiger Sencha der ersten Pflückung besitzt auch viel Koffein, Sencha der zweiten Pflückung hingegen signifikant weniger. Vergleiche dazu Koffein in mg. Hat man sein Gleichgewicht gefunden, sollte man vorsichtig und langsam versuchen, die Menge und Qualität der Teesorten auf eine „normale“ Dosis zu erhöhen („Einschleichen“) und schrittweise die allgemein gesünderen Teesorten: Sencha, Gyokuro und Shincha hinzuzufügen. Der Körper kann sich in der Regel an das Koffein gewöhnen, so dass selbst die diuretische Wirkung deutlich geringer ausfällt. Vergleiche dazu auch die Tipps im Umgang mit Koffein. Wichtig ist in jedem Fall, dass bei Einnahme von Grüntee auch das Trinken von ausreichend frischem Wasser gegeben ist (mindestens zusätzlich so viel Wasser wie Grüntee getrunken wird).

Ist Grüner Tee ungesund?

Lassen die oben beschriebenen möglichen Nebenwirkungen darauf schließen, dass Grüner Tee ungesund ist, oder sein kann? Wie bei allen Nahrungsmitteln und Wirkstoffen gilt auch für den Grüntee, dass er zu der individuellen Verfassung und Konstitution passen und nur maximal in der Menge getrunken werden sollte, die keine Probleme verursacht. Treten Nebenwirkungen auf, sollte in jedem Fall die Dosis reduziert, oder gar die Einnahme gestoppt werden. Bei bestimmten Fällen und Risiken sollte gar von einem Verzehr ganz abgesehen werden. Im Zweifel und bei Krankheiten sollte dies mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker vorab abgesprochen werden.

Grüner Tee kann Aufnahmefähigkeit von Eisen senken

Ein weiterer wichtiger Zusammenhang ist, dass Grüner Tee die Aufnahmefähigkeit von Eisen im Körper senken kann. Dies bezieht sich aber nicht auf Eisen, dass an Hämoglobin gebunden ist (also z.B. in Fleisch), sondern nur auf dreiwertiges (pflanzliches) Eisen. Allerdings trifft dies nur zu, wenn viel Tannin (Gerbstoffe) in das Teewasser gelangt, und dies geschieht vor allem ab einer Ziehzeit von etwa 2 Minuten.

Zahnbelag durch Grünen Tee

Im Gegensatz zum Schwarztee oder Kaffee verfärbt der regelmäßige Genuss von Grüntee die Zähne nur in sehr geringem Maße, sofern man diese regelmäßig mit einer guten Zahnpasta sorgfältig reinigt (auch in den Zahnzwischenbereichen). Trinkt man hingegen grünen Tee und lässt die Zähne ungereinigt, so können die (verfärbten) Zahnbeläge aushärten und Zahnstein bilden.

Gyokuro Plantage in Hoshino



60 Responses to “Grüner Tee Nebenwirkungen”

  1. Bei diabetes würde ich auf jeden fall die ernährung auf LCHF umstellen. Da verschwindet das übergewicht und die insulindosen können verringert werden.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      In der Tat ist die Ernährung im Vordergrund. Ein Tee kann kaum etwas bewirken, wenn die Ernährung nicht grundsätzlich stimmt. viele Grüße Jörg Schweikart

  2. Haltlo Herr Doktor,
    ich habe gesundheitlich eine schwierige Zeit hinter mir. Das Ende der Geschichte ist, ich habe ca. 50 kg Übergewicht, Diabetes Typ 1 und eine Autoimmunhepatitis.
    Behandelt wird Letzteres unter anderem mir Ursofalk und einem zweiten Medikament (mit dem Wirkstoff Mercaptopurin).
    Ist grüner Tee für mich trotzdem oder gerade deswegen zu empfehlen?
    Eisen muß ich auf Grund der Medikation schon regelmäßig zuführen bzw bekomme auch Infusionen.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, bei dieser starken Medikamenteneinnahme und Leberbelastung müssen Sie unbedingt den behandelnden Arzt fragen, ob er zur Einnahme von grünem Tee rät. Falls ja, würde ich mit einem japanischen Sencha pro Tag (0,3l Wasser, mit 60°C, 2TL Tee, 2 Minuten) beginnen und zwar am besten etwa 30 Minuten nach dem Mittagessen. Falls das gut bekommt, könnten Sie nach 2-3 Wochen in Absprache mit dem Arzt auf 2 Senchas täglich erhöhen (mittags und nachmittags, nie nüchtern). Nach einigen Wochen müssten Sie sich weiteren Ernährungsrat dazu einholen. beste Grüße Jörg Schweikart

  3. Hallo Herr Dr. Schweikart,

    vielen Dank für die aufschlussreiche Seite über Grünen Tee. Ich war sofort überzeugt/begeistert, bin auch durch Mundpropaganda von Freunden/Familie darauf aufmerksam geworden. Ich habe daraufhin Sencha/Bancha/Gyokuro/Matcha bei einem renommierten Teehändler besorgt. Ich habe ca. 2-3 Liter Grüntee pro Tag getrunken. Wegen des Koffeingehalts habe ich mit Beginn des Grünteekonsums auch den Kaffeekonsum stark eingeschränkt. (vorher 3-4 Tassen Kaffee pro Tag). Schleichend kamen ab sofort leichte Druckschmerzen am oberen + unteren Bauch, meist morgens und abends. Nachdem diese unerträglich wurden ging ich deswegen zum Arzt, Befund Verstopfung (Unspezifisch – ich soll Lactulose Sirup nehmen). Im Internet habe ich gelesen, dass die Gerbstoffe im Grüntee Verstopfung auslösen können, was sich nun mit meinen Erfahrungen deckt. Daraufhin begann ich wieder Kaffee zu trinken und höchstens ein bis 2 Tassen Grüntee am Tag. Nun ‚läufts‘ wieder perfekt. :o) Haben Sie Erfahrungen diesbezüglich? – Weil Sie schreiben, Grüntee soll bei Verstopfung helfen. Nun bin ich etwas verwirrt. Vielen Dank. M. Goehring

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, vielen Dank! Ja, das ist ein komplexes Thema. Zunächst sollten Sie auf die richtige Zubereitung achten, d.h. maximal 60°C und 2 Minuten Ziehzeit! Ausserdem sollte man mindestens nochmal so viel frisches Wasser trinken wie grünen Tee. Drittens ist bei allen Nebenwirkungen der Konsum des grünen Tees soweit zu reduzieren, bis diese nicht mehr auftreten. Dann sollte man sich langsam steigern. Viertens kann man auch mit milderen Sorten beginnen, also Gyokuro Karigane morgens, Sencha Karigane mittags/nachmittags und Bancha oder grüner Rooibos abends. Zudem müsste geprüft werden, ob es an körperlicher Bewegung und Ballaststoffen in der Nahrung mangelt. Dies ist unabdingbar. Ansonsten ist der Rat: Grüntee langsam einschleichen und genügend Wasser zusäzlich, sowie Bewegung und Ballaststoffe. Dann sollte es keine Verstopfung geben, im Gegenteil. der Stuhl sollte deutlich besser werden. beste Grüße Jörg Schweikart

  4. Hallo Herr Dr.Schweikart,
    in meiner Familie gibt es einen 40 Jahre jungen Mann mit Dermatomyositis, dem es gar nicht gut geht auch durch die vielen Medikamente Immunsupressiva und auch Cytostatika. Er ist auch sehr müde. Ich habe gelesen dass Matcha Tee sehr gut gegen Autoimmunerkrankungen sein soll. Was meinen Sie dazu ?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, bei größerem Schweregrad würde ich eher Grünteeextraktkapseln und die Einnahme des Kuding Tees (chinesischer Bittertee) sehen. Das Grünteeextrakt sollte hochreines EGCG enthalten, also mehr als 95% EGCG in der Kapsel. Die Einnahme muss aber unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden und darf nicht an den Behandlungstagen erfolgen, da sonst die Wirkung der Medikamente beeinträchtigt werden könnte. Sollte sich der Zustand dann bessern, kann man den Extrakt absetzen und auf die Einnahme von Tabletten aus ganzen unbeschatteten und gepressten Grünteeblättern schwenken (kein Extrakt). Matcha wäre auch hilfreich, aber weniger geeignet als Grünteetabletten. beste Grüße Jörg Schweikart

  5. Vielen Dank für Ihre Mühen mit dieser äußerst informativen Internetseite. Ich habe schon immer gern grünen Tee getrunken – ohne aber über Hintergrundwissen zu verfügen – und nach einer Pause von einem halben Jahr, wo ich keinen grünen sondern nur Kräutertees trank, festgestellt, dass ich mich mit grünem Tee deutlich gesünder fühlte. Ich fing also an zu lesen – unter anderem viel hier – und nun die besseren Grüntees zu kaufen. Jetzt tritt aber folgendes Phänomen auf: nach dem Teegenuss von etwa 500ml Tee kribbeln binnen weniger Minuten, oft schon während des Trinkens, meine Lippen und das Zahnfleisch. Das fand ich seltsam, da es früher nicht so war. Nun erstand ich heute einen besonders hochwertigen Tee, den ich sofort probiert habe. Das Ergebnis war, dass neben dem Kribbeln in Mund und Lippen, das schon bald einem Taubheitsgefühl glich, selbes nach einiger Zeit auch in den Fingerspitzen geschah. Ich habe heute insgesamt weniver Kaffee und Tee als üblich getrunken, denke also nicht, dass dies der Grund sein kann. Haben Sie vielleicht eine Idee, wie dies Zustande kommt?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, Danke sehr. Dieser Sache sollte dringend auf den Grund gegangen werden. Es muss geklärt werden, ob das tatsächlich vom grünen Tee kommt. Bitte mailen Sie mir folgende Infos: 1. Welchen Tee in welcher Qualität / Preis von welchem Händler trinken Sie und wie viel Gramm / Teelöffel pro Dosierung und wie viel Tee pro Wasser? 2. Wann trinken Sie den Tee? 3. Nüchtern oder wann? 4. Ziehtemperatur und Ziehzeit? 5. Bio-Tee? Davon abgesehen: Bitte den Tee auf die Hälfte reduzieren und schauen, ob das Taubheitsgefühl ganz weg geht, bzw ab welcher Menge verschwindet das Gefühl völlig? Ggf den Tee ganz absetzen und schauen ob das Gefühl weggeht. Auf Basis dieser Infos kann ich dann weitere Tipps geben. Auf keinen Fall sollten diese Symptome auftreten! Daran sollte gearbeitet werden. Viele Grüße Jörg Schweikart

  6. Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,

    inwiefern beeinflusst grüner Tee die Fruchtbarkeit?
    Ich bin 21 Jahre und trinke auf der Arbeit sehr gerne grünen Tee (Sencha).
    Es gibt Tage an denen ich gar keinen trinke, ca. 2 Tassen trinke und Tage an denen ich über 3 Tassen trinken.

    Sind die Beeinflussungen auf die Fruchtbarkeit langfristig? Könnte ich in 2 Jahren Probleme beim „schwanger werden“ aufgrund des Tees kriegen?

    Danke für Ihre Antwort

    Liebe Grüße,
    Clara

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, aus meiner Sicht beeinflusst der grüne Tee die Fruchtbarkeit – wenn überhaupt – in positiver Weise, da er zur Gesunderhaltung des Körpers beiträgt. Wichtig ist aber eine ausreichende Qualität, richtige Zubereitung, ausreichend frisches Wasser zusätzlich trinken und nicht zu nahe am Essen trinken. Sonst kann es negative gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen. beste Grüße Jörg Schweikart

  7. Robert Freundlieb:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,
    kann Gruentee und der Inhalt von Gerbstoffen gegen Divertikulitis vorbeugen?
    Falls so, ist der Gebrauch von Bancha mit einer Ziehzeit von 9 Minuten? ratsam?
    Kann daraus geschlossen werden das mehr Gerbstoffe in den Tee gelangen je hoeher die Ziehzeit ist und das hohe Gerbstoffanteile im Tee generell vorbeugende Funktionen gegen Krankheiten haben?
    Vielen Dank in voraus fuer Ihre Hilfe.
    MFG Robert Freundlieb

  8. Hallo,
    Ich leide seit ca. 4 Jahren an immerwiederkehrenden Blasen und Scheideninfektionen (unter anderem wegen des Bakteriums Ureaplasma). nun habe ich wieder diese Bakterien in der Scheide und dadurch habe ich eine Blasenentzündung bekommen. Ich muss nun 10 Tage Antibiothika einnehmen (schon wieder) :-( und nach kurzer Zeit kommen die Bakterien wieder…Obwohl ich immer wieder mit Milchsäuregels die Vaginalflora aufgebaut habe..ich bin total verzweifelt und ich weiss nicht was ich machen kann?!

    Könnten die Teemischungen mir dabei helfen? und wenn ja, welche Mischung genau? ich bin wirklich verzweifelt.

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung
    mfg
    Sarah

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, es ist offensichtlich, dass hier die Antibiotika nicht mehr weiterhelfen. Anscheinend liegt ein recht intensives Ursachengeschehen zugrunde. Dieses sollte mit der Hilfe eines sehr guten Heilpraktikers angegangen werden. Zusätzlich empfehle ich die Lektüre der Beiträge zur Blasenentzündung in der Kategorie „Wirkung“. viele Grüße Jörg Schweikart

  9. Hallo Dr. Schweikart,
    ich habe eine Frage zur Verträglichkeit von Matcha-Tee (qualitativ hochwertiger Matcha) mit anderen Lebensmitteln. Kann ich Matcha-Tee mit jeder Art von Fruchtsaft bzw. Wasser mit Fruchtgeschmack mischen? Oder gibt es bei bestimmten Früchten zusammen mit Matcha eine Wechselwirkung oder sogar eine Aufhebeung der Wirkung des Matcha-Tees? Ich denke dabei besonders an das Koffein, das für den Körper sehr verträglich gebunden im Matcha vorliegt. Gibt es Inhaltstoffe/Nährstoffe/Vitamine/Mineralien (Spuren- oder Mengenelemente), die das Koffein „aufspalten“?
    Ich danke Ihnen schon jetzt für eine (schnelle) Antwort. Lieben Gruß und großes Lob an diese Seite/an Sie. Sehr informativ und gut erklärt!!! weiter so :)

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, aus meiner Sicht kann das Matcha ohne Probleme als unerhitztes / nicht heiß aufgegossenes Pulver in einem Smoothie oder Saft gemischt werden. Anders ist es aber, wenn das Matcha heiß, also klassisch, zubereitet wird, oder in ein heisses Getränk gegeben wird. Hier empfiehlt sich das Matcha ohne Zucker, Früchte, Gemüse, etc. zu trinken. Noch verträglich wären zuckerfreie pflanzliche „Milch“-Sorten, wie Reismilch, Sojamilch, Mandelmilch etc. beste Grüße Jörg Schweikart

  10. bitte helfensie mir.grüner tee und hashimoto und l thyroxin wirddie aufnahme der hormone beeinträchtigt?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, leider verstehe ich die Frage nicht vollständig. viele Grüße Jörg Schweikart

  11. Hallo,
    trinke eigentlich immer nur Kräutertee (Kamille, Pfefferminze, manchmal Salbei), meistens auf der Arbeit. Da die Kräutertees gestern leer waren und dort noch grüner Tee rumstand habe ich diesen mal probiert.

    Habe gestern 2 Tassen getrunken – es war eine Sorte mit Zitrone. Auf dem Heimweg wurde mir auf einmal sehr schlecht und ich habe leichte Kreislaufprobleme bekommen – zuerst dachte ich, das liegt am Lesen im Bus…

    Der Tee hat mir sehr gut geschmeckt, also habe ich heute zum Frühstück noch eine Tasse getrunken, aber schon nach einer halben Tasse wurde mir wieder übel und ich bekam leichte Kopfschmerzen. Nun frage ich mich, ob das am grünen Tee liegt – habe jeweils nur ca. 2 Minuten ziehen gelassen.

    Kann die Übelkeit, bzw. die Kreislaufbeschwerden, mit dem Tee zusammenhängen? Es waren ja nun keine großen Mengen, dazu könnte ich noch erwähnen, dass ich generell praktisch nie Koffein zu mir nehme und einen etwas empfindlichen Magen habe.

    Danke für Ihren Rat!
    Jennifer

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, das Problem wäre theoretisch schon durch den Tee erklärbar. Einen Grüntee-Teebeutel mit Zitrone, das klingt allerdings nach der geringsten Teequalität. Für herkömmliche Teebeutel werden üblicherweise die Reste der Teeproduktion („broken“) verwendet. Hier kam es in Tests immer wieder auch zu Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln und Mineralölen. Auch selbst in Bio-Tees wird das nicht selten gefunden. Ich würde also als Erstes einen guten losen Tee im Fachgeschäft oder Fach-Onlineshop kaufen. In der Regel mindestens 9 Euro pro 100g. Und die Zubereitung muss stimmen. Erst dann würde ich an das Koffein denken. viele Grüße Jörg Schweikart

  12. Hallo !
    Eine wirklich tolle Seite, alles sehr genau erklärt und gut verständlich.
    Da sie auch auf eventuelle Nebenwirkungen des grünen Tees mit Medikamenten eingehen, lautet meine Frage an sie:
    Kann 1 Liter grüner Tee am Tag, mit ca. 7 Gramm grünem Tee die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigen ?
    Ich komme darauf, da ich gelesen habe, dass grüner Tee den Hormonhaushalt reguliert – und somit in diesen eingreift.

    Liebe Grüße Andrea

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, darüber ist mir noch nichts bekannt. Der Tee greift tatsächlich auch in den hormonellen Haushalt ein, und zwar mittelfristig regulierend. Aber ob und inwieweit er die Wirkung der Pille beeinflusst, ist mir unbekannt. Ich würde aber vermuten, dass die Wirkung des Tees dafür nicht ausreicht. beste Grüße Jörg Schweikart

  13. Sehr geehrter Herr Dr.Schweikart,
    bei meiner Frau wurde eine seltene Durchblutungsstörung im Gehirn diagnostiziert.
    Kann eine Sorte des grünen Tee ihr zu einer besseren Durchblutung helfen?
    Wie sollte die Dosierung und Zubereitung erfolgen?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Es grüßt Sie
    Paul Vollrath

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Vollrath, pauschal würde ich bei Durchblutungsstörungen im Gehirn zur Kombination der folgenden Teesorten täglich raten: GABA-Tee (spezieller grüner Tee), Dattan-Soba (spezieller Buchweizentee), Catuaba-Tee (langfristige Wirkung), Matcha Tee (traditionelle Zubereitung). Allerdings müsste das Ursachengeschehen abgeklärt werden. Wir stark ist die Verdauung, Leber und Darm etc. daran beteiligt? Gibt es andere Ursachen? beste Grüße Jörg Schweikart

  14. Sandra Gundlach:

    Hallo ich habe auch mal eine frage….habe gestern über den tag verteilt zwei eiweiß shakes getrunken nichts weiter gegessen und abends fast 1L grünen tee in kurzer zeit getrunken….habe dann heut mine blutdruck tablette genommen und danach spielte mein kreislauf verrückt war auch beim doc blutdruck war okay und zuckerwerte waren auch okay…..es kribbelt alles bin sehr unruhig und nervös angst kommt auch dazu….bin 32 jahre alt……kann das von der großen menge tee die ich in kurzer zeit getrunken habe kommen?

    würde mich über eine schnelle antwort freuen…..

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, hatten Sie außer den Shakes und dem Tee sowie der Blutdruck-Tablette nichts zu sich genommen? Wie viele Teelöffel Tee waren das? Wenn das die einzige Nahrung an dem Tag war, würde mich das nicht unbedingt wundern. viele Grüße Jörg Schweikart

  15. hallo, ich trinke seit jahren mehrere kannen grünen tee pro tag. ich habe von den beschriebenen nebenwirkungen bisher keine selbst erfahren. im gegenteil, sobald ich einige tage lang keinen grünen tee trinke, habe ich das gefühl, mir fehlt etwas. zwischendurch trinke ich mal 3-4 tassen kaffee anstelle dem tee. ich finde, dass das koffein im tee anders wirkt als das kaffee koffein, denke man kann das nicht gleichstellen. von teein wird man meiner meinung nach mental leistungsfähiger, von koffein eher hibbelig und unaufmerksamer ( zumindest trifft das auf mich zu). ich trinke auch generell wenig wasser oder andere flüssigkeiten zum tee, wie oben geraten wird.
    was mir etwas sorgen bereitet, ist die reduktion der eisenaufnahme. ich denke, dass dies nur auf vegetarier zutrifft, ist das korrekt? ich lasse regelmässig mein blut untersuchen, und die wertensind erstklassig.

    gruss tee-o :)

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, es kommt vor allem darauf an, wie viele Teelöffel Tee, bzw. Gramm Tee, Sie täglich zu sich nehmen. Ab einer Menge von 4-5 Portionen Tee (jeweils mit 2-3g auf z.B. 0,3l Wasser) würde ich langsam vorsichtig sein, auch wenn keine Nebenwirkungen zu spüren sind. Vor allem ist auch auf ausreichend viel frisches Wasser zusätzlich zu achten. Das Koffein im Tee wirkt tatsächlich anders als das im Kaffee. Ich empfehle dazu den Beitrag Koffein in der Navigation zu lesen. Zum Eisen findet sich auch hoffentlich alles in dem Beitrag „hemmt Tee die Eisenaufnahme“ unter der Kategorie „Wirkung“. beste Grüße Jörg Schweikart

  16. Frau Ramona Hofmann:

    Möchte gern mit Tee trinken anfangen,hatte 2010 Brustkrebs mit Chemo und Bestrahlung.meine Frage:welchen grünen Tee würden Sie mir empfehlen und wieviel am Tag sollte ich trinken,weil ich auch schlecht schlafe.Ich kenne mich leider überhaupt nicht aus.Für eine Information wäre ich sehr dankbar.liebe Grüße Ramona

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Hofmann, im Beitrag „Vorsorge und gegen Krankheiten“ steht etwas weiter unten ein Link zu „Krebs & Tumore Nachsorge“. Das entspricht meiner generellen Empfehlung für die Nachsorge. Falls Sie nicht gut schlafen können, und ggf. die Koffeinmenge am Tag zu viel ist, können Sie entsprechend die Dosierungen reduzieren. Bancha hat zumindest relativ wenig Koffein und ist für abends geeignet. Aber das muss natürlich individuell betrachtet werden. Und bitte daran denken, falls Sie noch in Behandlung sind, oder Medikamente nehmen, sollten Sie bitte die Einnahme von grünem Tee mit dem behandelnden Arzt absprechen. viele Grüße Jörg Schweikart

  17. Sehr geehrter Herr Dr. Jörg Schweikart,
    ich trinke sehr gerne grünen Tee. Leider habe ich sehr viele Magenprobleme. Gibt es spezielle Sorten die ich eher bevorzugen oder meiden sollte. Vielleicht können sie mir helfen. Immer wenn ich Magenschmerzen und Übelkeit habe, trinke ich Kräutertee. Viel lieber würde ich aber weiterhin grünen Tee trinken.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, meiner Beobachtung nach, sollte man bei Magenproblemen die von mir zur gesundheitlichen Vorsorge empfohlenen Tees nicht in gleicher Form zu sich nehmen. Dies gilt auch für alle entzündlichen Probleme im gesamten Magen- und Darmbereich. Hier empfehle ich eine spezielle Sorte und Zubereitung, zu finden in dem Beitrag „Vorsorge und Krankheiten“. viele Grüße Jörg Schweikart

  18. Guten Abend,
    Erstmal eine wirklich tolle Seite!
    Ich trinke seit 3 Tagen nur noch grünen Tee, mit der Absicht abzunehmen. Nun hab ich Grade zum ersten mal die Nebenwirkungen gelesen und wollte nach einer richtigen Tagesdosis fragen,
    Lg!!

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, grundsätzlich gilt, dass beim Grünteegenuss keine unangenehmen Symptome auftreten sollten. Falls doch, empfehle ich die Dosis zu senken, bis man sich wieder sehr gut fühlt. Ausserdem muss bei einer Krankheit, oder bei Einnahme von Medikamenten der Genuss vorab mit dem Arzt abgestimmt werden. Drittens sollte nicht unbegrenzt Grüntee getrunken werden, um das hier gesund wirkende Koffein in seiner Dosis nicht zu hoch werden zu lassen. In dem Beitrag „Grüner Tee Abnehmen“ gebe ich Empfehlungen für die Sorten und die Zubereitung. Selbstverständlich können Sie auch mehr oder weniger davon einnehmen, alles in dem Rahmen des Vorgesagten. Aber grundsätzlich gilt, dass die positive Wirkung ab einer bestimmten Dosis nicht mehr weiter ansteigt. Der beste Maßstab ist, dass man sich wohlfühlt und dass man spürt, dass der Tee einen im Laufe der zeit stärkt und aufbaut. viele Grüße Jörg Schweikart

  19. Guten Tag!
    Ich trinke seit ca. 6 Monaten 5 x pro Woche eine Tasse grünen Tee. Seit 4 Moanten habe ich immer wieder plötzlich auftretenden Schwindel. Kann der Teekonsum damit im Zusammenhang stehen bzw. wie lange dürften die Sysptome nach dem Trinken anhalten?
    Danke für Ihre Meinung!

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Ferdinand, das Problem könnte theoretisch schon von dem Tee herrühren, wenn auch mit nicht allzu grosser Wahrscheinlichkeit. Bitte lassen Sie mich wissen, was Sie genau trinken und wie Sie den Tee zubereiten. Gerne an meine Email-Adresse info(at)gruenertee.de. Viele Grüße Jörg Schweikart

  20. kann ich gruenen Tee problemlos waehrend der Schwangerschaft trinken oder sollte ich diesen vermeiden? wenn ja, wie hoch darf die taegliche Menge sein?

    vielen Dank

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Sandy, wie in dem Artikel oben beschrieben, würde ich davon abraten (auch während der Stillzeit). Die Themen Koffein, Entgiftung und Hemmung von Eisen / Folsäure bei zu zeitnaher Einnahem mit dem Essen sind meiner Ansicht nach in dieser Zeit zu vermeiden. viele Grüße Jörg Schweikart

  21. Hallo! Ich habe seit kurzem einen brennenden, juckenden Hautausschlag am Rücken und Hals und frage mich, ob das damit zusammenhängen kann, dass ich – ebenfalls erst seit kurzem – täglich einen Matcha-Shake (Qualität des Matcha: Bio, zum Kochen, von Aiya) trinke. Außerdem trinke ich meist noch mehrere Tassen „normalen“ Grüntee. Kann das Hautausschlag hervorrufen? Viele Grüße – Karin

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Karin, im Prinzip kann das tatsächlich Hautausschlag hervorrufen. Zunächst würde ich sicherstellen, dass die gekaufte Qualität des Tees ausreichend gut ist. Beim Matcha würde ich auf jeden Fall mehr als Kochqualität empfehlen. Aiya ist eine gute Marke, aber das Matcha wird deutlich verträglicher, bei höheren Qualitäten. Und welche Qualität besitzt der „normale“ grüne Tee? Woher kommt er und welche Sorte? Auch hier sollte man sehr aufpassen. Ich würde auch keinen gerösteten grünen Tee trinken, sondern nur gedämpften, gebackenen, oder sonnengetrockneten. Tees sind nicht selten pestizidbelastet, oder werden falsch zubereitet und verursachen dann Probleme. Empfehlungen für gute Grüntees finden sich in unserer Testkategorie. Davon abgesehen würde ich jetzt erstmal den Grüntee komplett aussetzen und sehen, ob der Ausschlag davon kam. Wenn er sich danach bald zurückbildet, dürfte der Zusammenhang wahrscheinlich sein. Ausserdem viel frisches Wasser jetzt trinken. Geht der Ausschlag nicht bald zurück, würde ich einen Arzt aufsuchen. Wenn der Ausschlag komplett verschwunden ist, kann man mit ausreichend guter Teequalität wieder mit dem Trinken beginnen. Allerdings auf die richtige Zubereitung, Sorte und Qualität achten. Jeden Tag einen Matcha-Tee zu trinken, halte ich für etwas viel bzw. belastend auf Dauer. Übrigens, meine Erfahrung zeigt, dass das trinken von Grüntee nach einiger kurzer Zeit recht deutlich hervorhebt, an welchen Stellen man im Körper gesundheitliche Probleme hat. Meist werden die Symptome größer, oder treten erst richtig hervor. Dann sollte man alles reduzieren, bis keine „Nebenwirkungen“ mehr auftreten und langsam mit der richtigen Sorte den Tee einschleichen und von Zeit zu Zeit erhöhen. viele Grüße Jörg Schweikart

  22. Ich trinke seit 3 Monaten 1 L grünen auf auf der Arbeit. Seit einiger zeit habe ich Durchfall. Mein Hausartzt findet nichts in Magen und Darm bereich. Kann es auch an grünen Tee liegen. Ich nehme immer 2 Beutel für einen Liter und lass ihn lange ziehn

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Harald, das könnte theoretisch durchaus daran liegen. Ich würde empfehlen, das herauszufinden und erstmal bis auf weiteres den Grüntee-Genuss einzustellen. Falls es dann bald besser wird, dürfte der Zusammenhang gegeben sein. Davon abgesehen, würde ich sehr empfehlen keinen grünen Tee niedriger Qualität zu trinken. Teebeutel sind meist von sehr geringer Qualität. Selbst bei abgepacktem losen Tee muss man sehr aufpassen. Ich empfehle den Beitrag http://www.gruenertee.de/kaufen/ zu lesen. viele Grüße Jörg Schweikart

  23. Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,

    erst einmal ein großes, großes Lob an Ihre professionelle, hochinformative und unterhaltsame Seite!!! Für mich ebenso ein Genuss wie die Kanne Tee vor mich auf dem Tisch. Nun zu meiner Frage an Sie: Was halten Sie von dem Hikari-Matcha Tee der Firma Aiya? Kann man den Ihres Erachtens nach bedenkenlos trinken, ohne auf die bekannten positiven Eigenschaften des Grünen Tees zu verzichten?

    Ich würde mich sehr über Ihre kurze Referenz zu Ihren Erfahrungen mit dem Grünen Tee von Aiya Matcha freuen! Meinen Teefreunden habe ich Ihre Seite bereits empfohlen. Machen Sie weiter so!

    Beste Grüße, Marten

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, vielen Dank für das Lob – das freut mich natürlich sehr. Aiya ist ja der führende Matcha-Anbieter in Europa (nach eigenen Angaben) und auf Matcha spezialisiert. Sicherlich eine sehr gute Firma. Ich persönlich präferiere unter Preis-/Leistungsgesichtspunkten das Beginner’s Izumi Matcha, vor allem für Shakes und Smoothies (also nicht als Tee-Zubereitung). Das Hikari Matcha wird von Aiya als Ceremonial Grade ausgezeichnet. Ich habe es neulich selbst getestet und werde das Ergebnis in dem Beitrag „Test>Matcha“ heute aufnehmen. beste Grüße Jörg Schweikart

  24. Ich trinke seit 2 Jahren morgens 1 grosse Tasse Grüntee und gebe den Saft einer ganzen Zitrone dazu. Nun habe ich seit ca. 1 Jahr Hautausschläge am Schienbein. Könnte das im Zusammenhang stehen? Besten dank für Ihre Antwort.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, diese Infos reichen leider nicht aus, um zu beurteilen, ob die Hautausschläge von Grüntee und Zitrone kommen könnten. Grundsätzlich erscheint es mir eher unwahrscheinlich. Ich habe aber schon die „verrücktesten“ Zusammenhänge beim Trinken schlechter Teequalitäten und bei falscher Zubereitung erlebt. Ich würde zum Beispiel nur bei besonderen Krankheiten die Zugabe von Zitrone empfehlen, aber nicht bei einer normalen Versorgung. Außerdem würde ich immer nur qualitativ ausreichend guten und reinen Tee trinken. Viele Testergebnisse haben ja schon deutliche Pestizid- oder andere toxische Belastungen aufgezeigt und solche Belastungen können absolut zu Ausschlägen führen. Ich würde also zwei Dinge empfehlen: Mit dem Verzehr einmal zu pausieren und zwar mindestens 2 Wochen, um zu sehen, ob es besser wird. Und falls die Ausschläge signifikant sind oder nicht besser werden, würde ich damit auf jeden Fall zu einem guten Heilpraktiker oder Arzt gehen. Dauerhafte Ausschläge sind ein deutliches Zeichen, dass etwas kuriert werden muss. beste Grüße Jörg Schweikart

  25. Leander Holger Hofmann:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,

    zuvorderst möchte ich Ihnen meine Anerkennung zu Ihren Beiträgen im Internet zum Thema „Grüner Tee“ ausdrücken; sie sind dass Beste was es zu diesem Thema zu lesen gibt.
    Nun zu meiner Frage: Ich trinke grünen Tee wegen seiner positiven Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Dies mache ich seit etwa einem Jahr, nachdem ich eine Herzmuskelentzündung hatte. Aus diesem Grund trinke ich jeden Tag ca. drei Liter japanischen Sencha von guter Qualität (TGR 96%). Ich mag den Tee jedoch aus geschmacklichen Gründen und wegen der entzündungshemmenden Wirkung lieber etwas bitter, so dass ich ihn mit etwas höherer Temperatur (80 Grad C.) zubereite und länger ziehen lasse (4 Minuten). Nun hat meine letzte Blutuntersuchung eine signifikante Senkung der Erythrozyten (4,4 /pl) und des MCHC ergeben, Hämoglobin und Hämatokrit waren gerade noch im unteren Normbereich, das MCV gerade noch im oberen. Ansonsten waren die anderen Werte in Ordnung. Nun weiß ich, dass das Tannin im Grüntee die Eisenresorption hemmt. Daher bin ich etwas verwirrt, weil durch die Hemmung der Eisenresorption der Sauerstofftransport zum Herzen vermindert wird und das Herz dadurch Schaden erlangen kann. Ich trinke aber gerade Grüntee um mein Herz zu stärken.
    Was raten Sie mir nun in Bezug auf tägliche Trinkmenge und Zubereitung in meinem speziellen Fall?
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus und verbleibe mit den besten Wünschen,
    L.H. Hofmann

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Hofmann, vielen Dank für den Kommentar und das dicke Lob! Das tut gut. Zu Ihrer Frage: Die Probleme einer Herzmuskelentzündung, im Kreislauf und Arteriosklerose können allgemein sehr unterschiedliche Ursachen besitzen. Aus naturheilkundlicher Sicht wird grundsätzlich sehr darauf geachtet, dass keine Übersäuerung, kein Übergewicht (insbesondere Bauchfett fördert Entzündungswerte) und genügend tägliche Bewegung vorliegt (Durchblutung steigern, z.B. Spazierengehen), ein gutes Fettsäureverhältnis gegessen wird (nicht zu viel entzündliches Omega-6, in der Regel mehr Bedarf an Omega-3), und ausreichend Antioxidantien eingenommen werden (frisches Obst und Gemüse, Amla-Pulver!, Matcha!, verschiedene Beeren etc.). Auch Stress kann sehr krankheitsförderlich sein und man sollte für Ausgleich (genügend Schlaf, schöne Hobbys ohne Leistungsdruck, Meditation, Yoga, leichtes Spazierengehen oder Joggen, etc.) sorgen. Im Einzelfall gibt es natürlich noch viel mehr und individuell zu beachten. Der behandelnde Arzt wird dazu sicher Tipps geben. Was das Trinken von Grüntee angeht würde ich in der Tat bei solchen Problemen nicht nur Sencha zu trinken. Auch würde ich deutlich weniger davon trinken (gilt nicht für alle Krankheiten, aber hier schon). Dies hat nicht nur den Grund, dass die Eisenresorption oder andere Nährstoffaufnahmen gestört werden können (ich denke, dieses Thema ist bei genügend Abstand des Teetrinkens zum Essen lösbar). Man sollte auch daran denken, dass der Tee Wechselwirkungen mit Medikamenten entfalten kann (siehe den Beitrag Nebenwirkungen). Viel wichtiger ist es hier jedoch, 1. dem Körper eine harmonische Mischung an Stoffen zuzuführen und 2. möglichst die ganze Bandbreite des grünen Tees für das jeweilige Problem bzw. je nach Ursache zu trinken. Zu 1.: Ich empfehle Sencha nur für spezielle Anwendungen und Kuren mit mehr als 60 °C zuzubereiten. Ab 60 °C werden vermehrt wertvolle Inhaltsstoffe zerstört und auf Dauer belastende Inhaltsstoffe, wie Tannin, gelangen vermehrt ins Teewasser. Je nach Qualität sollte man ihn, meiner Meinung nach, zwischen 50 und 60 °C brühen. Dabei sollte die Ziehzeit exakt 2 Minuten betragen. So kommen immer noch ausreichend viele Catechine ins Wasser. Zu 2. Ich würde in diesem Fall morgens einen Gyokuro (auf gleiche Weise), mittags/nachmittags einen Sencha und abends einen Bancha trinken (jeweils 0,3-0,4l, Gyokuro 3 TL, Sencha und Bancha 2 TL). Bitte nur sehr gute Qualitäten kaufen! Zur genauen Zubereitung siehe mehrere Artikel auf dieser Webseite. Zudem würde ich als Kur für 4 Wochen täglich 1 TL Benifuuki-Pulver vormittags (für die Leber) und 1 TL Matcha nachmittags/abends (u.a. Antioxidantien) in einen Shake (keine tierische Milch!) oder Smoothie einrühren und trinken. Danach mit Matcha und Benifuuki in einen normalen Grundversorgungsmodus wechseln, siehe Artikel „Zubereitung zur Vorbeugung und bei Krankheiten“ dazu. Ausserdem würde ich einmal wöchentlich bereits einmal aufgebrühte Bancha-Blätter essen, bzw. in einen Shake oder Smoothie dazugeben (Spurenelemente, Eisen!). Besonders wichtig ist auch, dass zu dem diuretisch wirkenden Grüntee jeweils etwa 10-20 Minuten danach oder davor ausreichend frisches stilles Wasser getrunken wird! In etwa mindestens so viel wie grüner Tee getrunken wird, aber mindestens etwa 2 Liter Wasser täglich (je nach Körpergröße/-gewicht). All dies gilt selbstverständlich nur vorbehaltlich Ihrem Wohlbefinden und der vorherigen Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. mit den besten Grüßen Jörg Schweikart

  26. Hallo, ich habe ein wichtige Frage, die mir besonders am Herzen liegt:

    Mein Onkel hat eine primär biliäre beginnende Leberzirrhose. Er hat keine Symptome und die PBZ ist auch nicht dekompensiert. Sein behandelnder Arzt sagt, „er hätte sehr wenig Dynamik im Fortschreiten der Krankheit“, die Blutwerte sind auch immer super und er hätte auch keine Transaminasen. Dennoch hat er ja diese schwere Grunderkrankung.

    Nun zur Frage: Kann in seinem speziellen Fall Grüner Matcha Tee von Nutzen sein oder ist es das komplette Gegenteil?

    Beste Grüße, Ulf

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, allgemein gilt, dass grüner (bitterer) Tee für die Leber und Galle sehr günstig wirken. Dabei sind besonders Sencha, Bancha und Benifuuki-Pulver positiv hervorzuheben. Zu dem vorliegenden Fall fehlen aber viele Informationen, um speziell etwas sagen zu können. Meine Empfehlung: Den behandelnden Arzt fragen, ob er gegen das regelmäßige tägliche Trinken von einem sehr hochwertigen Sencha (0,3-0,4 Liter, 2 TL, 2 Minuten Ziehzeit, 50-60 °C je nach Qualität, mindestens Gold-Qualität, >90%) mittags/nachmittags mit Abstand zum Essen und einem guten Bancha abends 20-30 Minuten nach dem Essen (Zubereitung wie Sencha, jedoch 60°C) etwas einzuwenden hat. Es sollte zudem mindestens 2 Liter stilles frisches Wasser täglich getrunken werden. Zudem ist zu erfragen, ob gegen eine Kur mit Benifuuki-Pulver (1 TL unerwärmt in einen Shake aus nicht tierischer Milch, zB Reismilch, einrühren) etwas spricht. Ausserdem empfehle ich dringend, die Ursachen näher zu erforschen, sonst helfen ggf. alle Maßnahmen nichts. beste Grüße Jörg Schweikart

  27. Hallo, was genau ist gemeint mit „Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit“? Wird diese erhöht oder vermindert? Unterschiede bei Mann und Frau? Wahrscheinlichkeit vs. Dosis? Danke und Grüße, Sven

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, das ist im Beitrag >Wirkung>Risiken näher beschrieben. Grüner Tee gibt bei längerer Ziehzeit (vor allem >2 Min.) und bei höherer Temperatur recht viel Tannin ins Wasser. Tannin wiederum hemmt die Aufnahme von Folsäure und pflanzlichem Eisen, Nährstoffe, die wichtig für die Fruchtbarkeit und in der Schwangerschaft sind. Allerdings geschieht die Hemmung nur bei zeitnahem Konsum des Tees zum Essen (manche Empfehlungen sprechen von 1 h Karenzzeit, ich gehe eher von 20-30 Minuten aus). Und eben vor allem wenn er nicht optimal zubereitet wird. In der Schwangerschaft würde ich das Risiko also bei richtiger Zubereitung eher beim Grünteeverzehr in seinen entgiftenden Eigenschaften sehen. Das Mobilisieren von Toxinen sollte in dieser Zeit vermieden werden, besonders wenn man stärker belastet ist und/oder in dieser Zeit mit Grüntee-Trinken erst beginnen möchte. beste Grüße Jörg Schweikart

  28. sehr geehrter herr dr. schweikart,
    ich lese ihre seiten über grünen tee und seine gesundheitliche wirkung mit begeisterung, aber das von ihnen so empfohlene benifuuki pulver, auf das ich besonderen wert legen würde, habe ich beim durchforsten aller online läden bisher nirgends finden können.
    hierdurch möchte ich sie doch sehr darum bitten mir einen geeigneten laden zu nennen, es wäre für mich sehr hilfreich und ich danke ihnen im voraus ganz herzlich j. hoser

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Sehr geehrte Frau Hoser, meines Wissens kann man das in einigen wenigen Online Shops schon kaufen. Wir haben den Verkauf dazu auch schon gestartet und lassen Ihnen gerne eine Packung zukommen. beste Grüße Jörg Schweikart

  29. Anneliese Hansmann:

    bin großer Tee trinker

  30. Anneliese Hansmann:

    Kann ich den Tee auch bei Herzbeschwerden trinken habe hohen Blutdruck und Herzrytmusstörungen,bin 75 Jahre alt,hatte 1986 auch eine Divertikel OP
    Für eine Information wäre ich sehr dankbar. A. Hansmann

    • Anneliese Hansmann:

      Kann ich den Tee auch mit hohem Blutdruck und Herzbeschwerden trinken

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr oder Frau Hansmann, grundsätzlich liegen wichtige Stärken des grünen Tees für die Gesundheit tatsächlich in den Bereichen Herz-/Kreislauf und Stoffwechsel, also Bereiche, die Ihre Gesundheit sicherlich besonders berühren. Zur allgemein besten Versorgung und gesundheitlichen Wirkung empfehle ich den täglichen Genuss der verschiedenen Sorten Gyokuro, Sencha und Bancha und zusätzlich von Matcha, Benifuuki-Pulver und Karigane. Bitte lesen Sie dazu den Beitrag >Zubereitung>Gesundheit und dort gleich den ersten Abschnitt in der langen Tabelle. Wichtig wäre auch die Lektüre bekannter Nebenwirkungen und Risiken in der Kategorie „Wirkung“. Ich würde aber in jedem Fall eine geplante Einnahme bei Krankheiten mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker absprechen. Herzlichst Ihr Jörg Schweikart

Schreib einen Kommentar