Tetsubin Induktionsherd 

Wasserkessel aus Gusseisen für Induktion und Gas

Gusseiserne Wasserkessel aus Japan (Tetsubin) eignen sich grundsätzlich auch für Induktion, Gas und offenes Feuer. Es gilt hier jedoch einiges zu beachten.

Wasserkessel aus Gusseisen für Induktion und Gas

Grundsätzlich eignen sich alle handgefertigten und innen unbeschichteten (Fluorkunststoff oder Emaille) Wasserkessel aus Gusseisen für die Erhitzung auf dem Herd, offenen Feuer, Gas und Induktion. Emaillierte oder mit Kunststoff beschichtete Teekannen aus Gusseisen sollte man nicht zum Wasserkochen und nicht direkt auf einem Herd verwenden, da die unterschiedlichen Materialien sich verschieden ausdehnen und Risse entstehen können. Als Ausnahme ist das Kombi-Modell „Tetsubin Kyusu Iwachu Arare“ des japanischen Traditionsherstellers Iwachu zu nennen, das beide Vorteile vereint.

Holzkohlefeuer: Traditionell und Teezeremonie

Traditionell wird der Tetsubin über einem offenem Holzkohlefeuer erhitzt. In der Teezeremonie Chanoyu (茶の湯) oder Sadō, Chadō (茶道) geschieht dies auf dem speziellen Kohlegefäß Binkake (瓶掛). Die Hitze eines Holzkohlefeuers, eines elektrischen Herds oder Induktionsherds führt keine Feuchtigkeit mit sich und erzeugt damit keinen Rost.

Gasherd: Leichter Rost am Boden

Bei einer Gasflamme verhält sich dies anders. Sie erzeugt als Reaktionsprodukt der Gasverbrennung aus dem Wasserstoff durchaus Feuchtigkeit, da hier Kohlendioxid und Wasser entstehen. Bei dem Erhitzen des Kessels auf einem Gasherd wird sich daher mit der Zeit etwas Rost auf dem äußeren Boden des Tetsubin bilden. Die leichte Rostbildung am Boden wird in Japan als nicht störend und eher als zur Tee-Ästhetik zugehörig empfunden. Der Rost kann aber etwas durch Abreiben mit aufgegossenen grünen Teeblättern reduziert werden, siehe dazu den Beitrag Anwendung, Pflege und Rost. Grundsätzlich empfehlen die Tetsubin-Hersteller die Kessel nur bei kleiner offener Flamme zu erhitzen, um eine zu starke Beanspruchung zu vermeiden.

Induktionsherd: Voraussetzung Kessel mit flachem Boden

Der sehr magnetische Eisenkessel eignet sich naturgemäß extrem gut für den Einsatz auf einem Induktionsherd. Es können alle unbeschichteten gusseisernen Wasserkessel auf Induktion ohne Schaden erhitzt werden. Der Boden des Tetsubin sollte aber möglichst flach geformt sein. Außerdem sollte er einen Durchmesser von mindestens etwa 13cm besitzen. Manche Hersteller geben für ihre Modelle eigens an, ob sie induktionsgeeignet sind.

Im Internet finden:
 
Merkmale
Tetsubins induktionsgeeignetTetsubins aus Japan, die für Induktionsherde geeignet sind 
Tetsubins IwachuTetsubins vom Marktführer Iwachu, für Gas- und Elektroherd geeignet

Mit Induktion nicht auf voller Stufe erhitzen

Bei der Induktionserhitzung sollte man aber darauf achten, dass der Herd nicht auf großer Leistung betrieben wird. Der Tetsubin würde sonst sehr schnell erwärmen und die starke Materialausdehnung und anschließende Erkaltung würden den Kessel auf Dauer überanspruchen und die Lebensdauer verkürzen. Es empfiehlt sich also immer, eine möglichst geringe Leistungsstufe zu wählen. Dies gilt umso mehr für die empfindlicheren Eisensand-Tetsubins (Satetsu). Weitere Informationen finden sich im Beitrag Anwendung und Pflege von Wasserkessel aus Gusseisen.

Mikrowelle: Nein

Ein Kessel aus Gusseisen eignet sich nicht für die Benutzung in einer Mikrowelle.



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