Wasser-Test für grünen Tee

Wassertest 

Wasser-Test für grünen Tee

Grüner Tee reagiert im Geschmack und der Wirkung sensibel auf die Qualität des Wassers. Test und Empfehlung zu den verschiedenen Wässern.

Wasser für grünen Tee

Schon im alten China war weithin bekannt, dass die Wahl des richtigen Wassers für die Zubereitung des grünen Tees ein besonders wichtiger Faktor für seinen Geschmack und seine gesundheitliche Wirkung darstellt. Die großen japanischen Teemeister und Teefarmer legen auch heute größten Wert auf die Verwendung des richtigen Wassers. In diesen Kreisen wird viel gefachsimpelt und selbst deutsche Wässer werden nach Japan gebracht, um sie mit den japanischen Wässern zu vergleichen.

Wassertest für hochwertigen Tee

Neben den verschiedenen Tests der einzelnen Grünteesorten führen wir deshalb auch einen eigenen Wassertest durch. Hier testen wir die Eignung der Wässer am Markt für hochwertigen Tee, insbesondere für grünen Tee und zwar für alle wichtigen Grünteesorten. Dabei sind keine Besonderheiten für die einzelnen Grünteesorten festzustellen. Ein hervorragendes Wasser eignet sich gleichermassen für alle Sorten. In der Tabelle unten führen wir nur diejenigen Wässer auf, die sich unserer Ansicht nach besonders hervortun.

Für den Geschmack und die gesundheitliche Wirkung von grünem Tee sind verschiedene Faktoren von besonderer Bedeutung:

  • Härtegrad des Wassers: Es gilt als Daumenregel, dass das Wasser weich (geringer Härtegrad) sein sollte, also wenig Magnesium und Calcium enthält. Dabei gibt es aber auch Ausnahmen, bei denen harte Wässer, trotzdem einen noch schönen bzw. akzeptablen Grüntee-Geschmack ergeben. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass Kalk im Teewasser, zu einer recht schnellen Denaturierung der wichtigen Catechine führt.
  • Elektrische Leitfähigkeit und Widerstand: Die Leitfähigkeit sollte möglichst gering und der Widerstand möglichst groß sein. Sie sind Ausdruck der Reinheit der Wässer.
  • Insgesamt sollte das Wasser dem einer frischen natürlichen (artesischen) Quelle im Hochgebirge mit unbesiedeltem Umland entsprechen, so wie es noch häufig in Japan anzutreffen ist. Aber auch in den Alpen finden sich noch einige solcher Wässer, siehe unten.

Testsieger der natürlichen stillen Flaschenwässer

QuellortRegionLandQuelleGebindeWasserhärte (Gesamthärte) Trocken-rückstand (mg/l)
PloseBrixenSüdtirolItalien1870 m, DolomitenGlasextrem weich (0,12 mmol/l, 1,3 °F)22
LauretanaGraglia SantuarioNördliches PiemontItalien1050 m hoch, vom 4600 m hohen Monte Rosa Massiv entspringend.Glas (und PET)extrem weich (0,04 mmol/l, 0,207 °dH)14
St. LeonhardBad Leonhards-pfunzenBayerisches Voralpen-LandDeutsch-land440 m Höhe (Stephans-kirchen)Glashart  (3,3 mmol/l)373
MontcalmAuzatPyrenäenFrank-reich1100 m Höhe über dem Auzat Tal.PETextrem weich (0,10 mmol/l)32

Quelle: Angaben der Hersteller, teilweise eigene Berechnung der Wasserhärte 

In der Tabelle haben wir die Testsieger der stillen Flaschenwässer ausgewählt. Sie stellen gemäß unserer Analyse und Testung die  Spitzengruppe gesunder und für den grünen Tee besonders geeigneter natürlicher Flaschenwässer in Europa dar. Auffallend ist, dass das St. Leonhards trotz seines hohen Trockenrückstands, seiner Wasserhärte und anderen schlechteren gesundheitlichen Werten unserer Meinung nach beim Geschmack für die Teezubereitung mit den anderen Spitzenwässern noch recht gut mithalten kann und den Wassergenuss mit seinem etwas anderen Charakter durchaus bereichert. Das Montcalm-Wasser zeigt ebenfalls tolle Werte, büsst aber durch die PET-Verpackung leider einiges an Geschmack ein. Das Plose und das Lauretana (aber nur das in der Glasflasche) führen den Test mit deutlichem Abstand an. Sie schmecken nicht nur am Besten, sondern gelten als besonders gesund. Ich persönlich trinke diese beiden Wässer abwechselnd. Bitte verstehen Sie aber alle Angaben lediglich als Orientierung und Anregung für den Genuss von gutem grünem Tee. Denn hier gilt in geschmacklicher Sicht natürlich zuvorderst, dass sich Jeder seine eigene Meinung bilden sollte.

Natürliches Mineralwasser

Wasserqualität von Trinkwasser

Die Qualität von Trinkwasser kann – insbesondere nach den Arbeiten von Prof. Louise-Claude Vincent – anhand der folgenden Kriterien bewertet werden:

  • Elektrischer Widerstand (möglichst hoch),
  • Redoxpotential (möglichst hoch),
  • Elekrische Leitfähigkeit (möglichst gering),
  • pH-Wert: am besten leicht sauer (6,4-6,8),
  • Trockenrückstand (möglichst gering),
  • Keine Rückstände von Erregern, Chemikalien, Toxinen, Medikamenten, etc.,
  • Homogene schöne Kristallstruktur.

Bei der Abfüllung in die Flaschen gilt es zu beachten, dass das Wasser möglichst unbehandelt bleibt, also nicht UV-/Ozon-behandelt ist. Es ist auch wichtig, dass die Flaschen nicht mit schädlichen Chemikalien gereinigt werden. Das Wasser sollte energetisch kräftig und zugleich harmonisch sein.

Test der gesundheitlichen Wirkung der Wässer

Vergleicht man die Wässer nach den Kriterien von Prof. Louise-Claude Vincent, besitzen das Lauretana, Plose und Montcalm herausragende positive Werte. St. Leonhard verfügt über eine hohe Leitfähigkeit, einen leicht basischen pH-Wert und dürfte auch beim elektrischen Widerstand schlechter abschneiden. Doch in unserer eigenen Testung für die Eignung bei der Zubereitung von grünem Tee, erreicht es trotzdem hohe geschmackliche Werte. Die aufgeführten Spitzenwässer liefern auch einen interessanten Vergleich zu den anderen Gruppen von stillem Wasser, nämlich gefilterten und ungefilterten Leitungswasser.

Elektrischer Widerstand in Ohm (r)Redoxpotential (rH2)Elektr. Leitfähigkeit in μS/cmph-WertEignungsgrad für Tee in %*
Lauretana > 60.000 25,5 15,96,5596,6% 
Plose35.00027,027,06,696,4%
St. Leonhardn.a.n.a.6157,2594,3%
Montcalm30.00025,95n.a.6,894,0%
Gutes Gebirgsquell-
wasser
 20.000-30.00027-28 30-45 6,5-6,990-94%
Destilliertes Wasser550.000n.a.25,32nicht zu empfehlen
Reenergetisiertes Umkehr-Osmose-Leitungswasser mit vorgeschaltetem Aktivkohlefilter79%-90%
Nicht energetisiertes Umkehr-Osmose Leitungswasser14.000-25.000>3030-506,2-6,975%-79%
Leitungswasser
nach Aktivkohlefilter
2.500-3.000>30300-4006,0-6,760%-70%
Leitungswasser
(Mittelwerte Deutschland)
1.850-3.33032-34540-3006,1-8,545%-70%
Idealwerte**>> 6.00022-29<1606,4-6,8 96-100%

Quelle: Angaben der Hersteller, IB Dr. Denkert, eigene Berechnungen
* Ausschöpfung des Produkts bzw. der Wasser-Kategorie am geschmacklichen Potential von Wasser gemäß eigener Testung für hochwertigen Tee, insbesondere grünen Tee. Getestet mit den wichtigsten verschiedenen Grünteesorten.
** gemäß Prof. Vincent



6 Responses to “Wasser-Test für grünen Tee”

  1. IsidorAmadeus Müller:

    Daß Wasser für gute Grüntees von enormer Bedeutung ist, dem stimme ich voll zu. Meine persönliche Erfahrung ist aber, daß mein Umkehr-Osmose-Wasser (Purolux von Naturaquell) das mit Abstand beste Wasser für die von mir bevorzugten teuren Kabuse- (Halbschatten-) Tees von Keikotee ist. Ich habe sowohl die Leonhardsquelle als auch Plose getestet, die waren beide deutlich schlechter.

    Wenn ich auf Reisen bin und ohne das Osmose-Wasser auskommen muß, verwende ich einen preiswerten Aracha von Keikotee. Dieser Tee ist verhältnismäßig wenig vom Wasser abhängig und wird selbst noch mit ordentlichem Leitungswasser befriedigend.

    Wie es mit dem Geschmack eben so ist: Ich kann jedem nur empfehlen, eigene Tests durchzuführen, um das für ihn bzw. seinen Tee optimale Wasser zu finden. Auf kalkhaltiges Wasser kann man dabei aber gut verzichten, denn damit wird gerade aus dem besten Tee sicher kein edler Aufguß.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Ich stimme zu, dass eigene Tests am wichtigsten sind. Allerdings gibt es eine recht breite Übereinstimmung einiger japanischer Teemeister mit meiner Sichtweise. Aber die ist am Ende auch nur persönlich. viele Grüße Jörg Schweikart

  2. Hallo Herr Schweikart

    Was halten Sie von dem Wasser „Rocchetta“?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, mir leider nicht bekannt. Wo kann man das kaufen? viele Grüße Jörg Schweikart

  3. Danke für die informative HP. Teilweise wirkt sie aber fast ein wenig fanatisch. Es sollen fast nur die japanischen Tees gut sein und von denen auch nur 10% von denen die auf dem deutschen Markt sind. Andere sollen sogar eher gesundheitsschädlich sein.
    Aber dann empfehlen sie hier tatsächlich Wasser aus PET flaschen das mindestens mit dem künstlichen Östrogen/Weichmacher Bisphenol A verseucht ist?!
    St Leonards steht auch in der Kritik viel Uran zu enthalten. Kommt wahrscheinlich aus einer Region wo viel mit uranhaltigen Phosphatdünger Landwirtschaft betrieben wird.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Lars, gerne und Danke für die Hinweise. Also fanatisch möchte ich nun ganz und gar nicht sein, sondern möglichst offen für die besten Tipps und die beste gesundheitliche Wirkung. Falls hier ein anderer Eindruck entsteht, möchte ich das gerne korrigieren. Meine Erkenntnisse zu gesundheitlichen Themen äußere ich auf meinen Webseiten klar und deutlich, ohne etwas schön zu reden. Über konstruktive Kritik freue ich mich immer. Ich bin auch kein fanatischer Japan-Fan, sondern suche intensiv nach geeigneten grünen Tees aus anderen Ländern. Das wäre eine sehr schöne Bereicherung und Abwechslung. In China spüre ich gerade „gebackene“ grüne Tees auf – gedämpfte grüne Tees habe ich dort noch leider keine gefunden. Aber diese Tees werden sicher eine sehr schöne Ergänzung und ich freue mich darüber. Schlechte Teequalität halte ich tatsächlich für eher schädlich als für gesund, und zu dieser Meinung stehe ich. Was PET angeht: Ich habe mir das sehr genau angeschaut. Und ja ich halte die Glasflasche als Gebinde für absolut ideal. Ich selbst trinke alles aus Glasflaschen, dies hat aber vorwiegend energetische Gründe. Die (verständliche und grundsätzlich sehr berechtigte) Sorge um PET teile ich so nicht. Tatsächlich liegt zwar eine Belastung mit verschiedenen Inhaltsstoffen aus PET vor, die auch in geringen Mengen ins Wasser gelangen. Dieser Ansicht schließe ich mich an. Das Thema ist ja seit langen Jahren in vieler Munde. Aber deren Wirkung auf den Körper erachte ich als nicht sehr bedeutend und sogar fast vernachlässigbar, wenn man vergleicht, mit welchen anderen Belastungen so gut wie jeder von uns – selbst bei bester Lebensführung – in Berührung kommt. Diese Meinung mag vielleicht nicht populär sein, aber sie entspricht meinem Kenntnisstand. Gerne lasse ich mich durch bessere Argumente vom Gegenteil überzeugen. Und auf jeden Fall ist es vorteilhafter, auch diese Belastungsquelle durch den Einsatz von Glasflaschen zu vermeiden. An dieser Stelle sei aber auch kurz angemerkt, dass Glasflaschen in der Industrie durch Reinigungsmittel gereinigt werden. Es stellt sich die Frage, inwieweit diese Mittel durch Spülungen vollständig entfernt werden. Dies ist auch eine spannende Diskussion, die ich schon mehrfach verfolgt habe. Übrigens trägt interessanterweise grüner Tee sehr dazu bei, solche PET- oder Spül-Belastungen relativ leicht aus dem Körper zu schwemmen. Kurz noch zum Uran: Ich habe bei der Recherche zu diesem Artikel auch von Kritik an St. Leonhard gelesen. Auch das Stichwort Uran ist mehrfach gefallen. Ich kann zu dieser Diskussion nicht mit wissenschaftlichen Daten beitragen. Aber trinke selbst relativ viel von diesem Wasser und kann auf Basis meiner Testungen die Befürchtungen nicht bestätigen. Ich teste das St. Leonhard einfach in der Spitzengruppe und kann es sehr empfehlen. Falls Daten vorliegen, die auf anderes hinweisen, würde ich mich über Infos sehr freuen. viele Grüße Jörg Schweikart

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