Tee bei Divertikulitis, Divertikulose und Divertikel

Darmschleimhaut 

Tee bei Divertikulitis, Divertikulose und Divertikel

Grüner Tee eignet sich in besonderer Sorte und Zubereitung gegen Divertikulitis, zur Vorbeugung bei Divertikulose und zur Gesunderhaltung der Darmschleimhaut

Vorbeugung und Maßnahmen gegen Divertikulitis

In Zeiten eines erwachenden Bewusstseins für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil, der Erkenntnis über das große Heilpotential natürlicher Kräuter und ätherischer Öle und einem wachsenden ganzheitlichen Denken in der Medizin, fragen sich viele Menschen, was sie selbst beitragen können, um Divertikel bzw. einer Divertikulitis vorzubeugen oder eine bereits entzündete Darmschleimhaut zu gesunden. Hier gibt es eine große Zahl sehr effektiver Maßnahmen, die im folgenden beschrieben werden.

Dabei gilt es aber zu beachten, in welcher Phase, sich die Krankheit befindet, oder ob es sich um eine reine Vorbeugung handelt. Dementsprechend sollte die Therapie stufenweise angepasst werden. Dies wird ebenfalls nachfolgend näher erläutert. Zuvorderst gilt hier aber auch, dass bei Verdacht auf eine Divertikulitis immer ein Arzt aufgesucht werden sollte. Komplikationen und Folgen sind zu verhindern. Über die Diagnostik ist auszuschließen, ob es sich um andere Darmkrankheiten (z.B. Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Reizdarm), gynäkologische Erkrankungen oder gar um ein Karzinom handelt. Bei einer schweren Divertikulitis und anderen gravierenden Symptomen ist eine hochschulmedizinische Therapie unumgänglich. Mit dem behandelnden Arzt sollten alle Tees und Maßnahmen, die man zusätzlich selbst anwenden möchte vorab abgesprochen werden.

Tee gegen Divertikulitis und zur Vorbeugung

Zur Vorbeugung einer Divertikulitis, der Erhaltung einer gesunden Darmschleimhaut, bei Divertikulose, aber insbesondere auch als Maßnahme gegen eine bereits bestehenden Divertikulitis sind spezielle Heiltees sehr geeignet. Vor allem spielt auch hier wieder die enorme gesundheitliche Wirkung des grünen Tees eine zentrale Rolle. Besonders hervorzuheben sind der japanische grüne Tee „Bancha“, der südafrikanische Krebsbuschtee und der Senna-Tee. Sie sind je nach Krankheitsstufe unterschiedlich einzunehmen und als wichtiger Teil einer ganzheitlichen Therapie anzusehen (siehe unten).

Zunächst soll im folgenden die Definition, Ursache und Hintergründe der Divertikel, Divertikulose und der Divertikulitis dargestellt werden, um auf dieser Basis die Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen und wirksame Tees vorzustellen.

Divertikel

Divertikel sind sackartige Ausstülpungen der Darmwand meist im Dickdarm (Kolon), also dem letzten Bereich des Darms. Sie treten am häufigsten dort auf, wo die Blutgefäße in die Wand treten, da diese dort relativ dünn ist. Dies ist vor allem im unteren Dickdarmabschnitt Sigma der Fall (etwa 80-95% der Fälle), der über eine S-förmige Krümmung verfügt und direkt vor dem letzten Abschnitt, dem Rektum (Mastdarm) und dem Anus liegt. Am zweithäufigsten kommen die Divertikel im absteigenden Dickdarm (Colon descendens) vor. Seltener zeigen sich Divertikel im gesamten Dickdarm und noch seltener im Dünndarm. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Divertikel auch in der Speiseröhre und im Magen auftreten können.

Ursachen der Divertikel

Als Ursache der Divertikel wird eine anlagebedingte und altersbedingte Wandschwäche im Darm in Kombination mit einem erhöhten Darminnendruck und nachteilige Lebens- und Ernährungsgewohnheiten angesehen. Segmentbezogene Kontraktionsstörungen führen zu hohem Druck an einzelnen Stellen. Auch Entzündungen, Schrumpfungen und Narben nach Operationen können ursächlich sein, bzw. begünstigend wirken. Besonders begünstigend sind die ballaststoffarme Ernährung (zu wenig Gemüse, Obst, Faserstoffe, Vollkornprodukte und zu viele einfache Kohlenhydrate sowie zu viel Fleisch), chronische Verstopfung (Obstipation), Übergewicht und Bewegungsmangel. Diese Faktoren sollten einen besonderen Schwerpunkt einer ganzheitlichen Therapie darstellen (siehe unten) und sind in der Vorbeugung besonders wirksam.

Divertikel treten vor allem im Alter auf, u.a. wegen zunehmender Bindegewebsschwäche, bzw. wegen der sich über Jahre aufbauenden Folgen einer ungesunden Lebensweise. Immerhin bereits etwa 10% der 20-30-Jährigen, über 20% der 50-Jährigen, etwa 35% der 60-Jährigen und sogar etwa 40-50% der 70-80-Jährigen in den westlichen Industrieländern bekommen eine Divertikulose. In Ländern in denen eine ballaststoffreiche Ernährung vorherrscht, wie in den Regionen Südostasien und Afrika, tritt die Problematik weit seltener auf (<10%). Es handelt sich also um eine der bekannten westlichen „Zivilisationskrankheiten“ bzw. um eine Volkskrankheit.

Divertikulose

Unter einer Divertikulose versteht man das Auftreten multipler Divertikel, zumeist erst ohne Symptome. Divertikel, die sich nicht entzünden, bleiben zumeist beschwerdefrei. Es können jedoch auch diffuse Bauchschmerzen, chronische Verstopfung (Obstipation), Durchfälle und Blähungen auftreten. Dies dürfte allerdings eher an Motilitätsstörungen und Krämpfen im Darm liegen. Oft liegt auch ein Reizdarmsyndrom vor.

ICD 10 Klassifikation für Divertikulose

Nach dem internationalen Klassifikationsstandard ICD-10 ist die Divertikulose einer „sonstigen Krankheit des Darms“ zugeordnet. Ihr Code lautet K57.- und es wird in die folgenden Kriterien unterschieden:

  1. Handelt es sich um eine Divertikulose oder um eine Divertikulitis,
  2. ist sie im Dickdarm und/oder Dünndarm angesiedelt,
  3. mit oder ohne Perforation der Schleimhaut,
  4. existiert ein Abszess und handelt es sich um die Angabe einer Blutung?

Die Empfehlungen für eine Vorbeugung und Therapie sollten sich an diesen Kriterien ausrichten.

Divertikulitis

Die Divertikulitis ist die Entzündung der Darmwand an zahlreichen Divertikel und meist auch der Umgebung derselben. In den Aussackungen des Darms sammeln sich Kotmassen, die zunächst symptomlos zu Kotsteinen verhärten können, aber meist die Divertikelwand reizen und zur Ansiedlung von Erregern, einem Ungleichgewicht der Darmflora sowie zu Entzündungen und weiteren Folgen und Komplikationen führen können.

Die Divertikulitis macht im Gegensatz zur Divertikulose vorwiegend durch einen akuten Beginn auf sich aufmerksam. Anschließend geht sie typischerweise in einen chronischen Zustand über. Ungefähr 10-25% der Betroffenen mit Divertikulose bekommen eine Divertikulitis. Der chronische Zustand verläuft häufig in akuten Schüben, die später jedoch oft mit geringerer Intensität ausfallen.

Symptome der Divertikulitis

Es treten Schmerzen vor allem im linken Unterbauch auf (bei der Sigmaoid-Divertikulitis), die bis in den Rücken ausstrahlen können. Liegen die Schmerzen im rechten Mittel- oder Unterbauch handelt es sich typischerweise um eine Divertikulitis im „Blinddarm“ oder um eine Entzündung des Meckel-Divertikels (Ausstülpung im Leerdarm (Jejunum) bzw. Krummdarm (Ileum)).

Die Schmerzen sind häufig nach dem Essen stärker und nehmen nach dem Stuhlgang ab. Eventuell kommt es auch zu einem schmerzhaften Stuhldrang (Tenesmen). Darüber hinaus klagen die Betroffenen häufig über Verstopfung und/oder Durchfall (Diarrhoe), einem Völlegefühl, starken Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Im akuten Schub kann auch Fieber auftreten. Die Symptome ähneln denen einer akuten Appendizitis („Blinddarmentzündung“), so dass die Divertikulitis oft „Linksappendizitis“ genannt wird. Im linken Unterbauch kann teilweise eine walzenförmige Resistenz ertastet werden.

Folgen und Komplikationen der Divertikulitis

Eine Divertikulitis kann zu starken Entzündungen in den Aussackungen führen, aber auch zu eitrigen Abkapselungen (Abszesse) sowie einer Perforation (Durchlochung / Durchbruch) der Darmschleimhaut. Benachbarte Organe, wie z.B. die Blase, können ebenfalls von den Entzündungen betroffen sein. Außerdem kann es zu einer Fistelbildung kommen (ähnlich wie bei Morbus Crohn) in Richtung Darm, Harnblase und Vagina. Aus den Divertikel können im akuten Schub Blutungen austreten, die sich ggf. im blutigen und schleimigen Stuhl zeigen. Nicht zuletzt ist die Divertikulitis auch deshalb sehr ernst zunehmen, weil sie zu bösartigen Entartungen (Karzinom) an den betroffenen Stellen im Dickdarm führen kann. Treten die o.g. Symptome auf, sollte in jedem Fall zur Abklärung der Situation und zur Verhinderung ernsthafter Komplikationen ein Arzt aufgesucht werden.

Zudem kann es zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen. Die Divertikulitis ist nach der Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms („Blinddarmentzündung“, Appendizitis) die zweithäufigste Ursache einer Peritonitis im Unterbauch. Platzen die Divertikel auf und der Darminhalt ergießt sich ins Blut, handelt es sich um einen Notfall, der mit extremen Schmerzen einhergeht. Es sollte ein Notarzt gerufen werden. Des weiteren kann der Vorgang der narbigen Darm- und Blutgefäße-Verengung (Stenose) schließlich einen mechanischen Darmverschluss (Ileus) hervorrufen, der lebensbedrohlich ist. Bei allen vorgenannten Symptomen und Fällen ist dringend ein Arzt aufzusuchen.

Diagnostik der Divertikulitis

Bei einer Untersuchung wird der Arzt zunächst den Bauchraum auf Verhärtungen abtasten, die Darmgeräusche abhören und ggf. die Körpertemperatur messen.

Das Blutbild zeigt bei einer Divertikulitis typische Entzündungszeichen, wie erhöhte BSG (Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit), erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukyzytose) und einen erhöhten CRP-Wert (Plasma-Eiweiß-Spiegel).

Die Divertikulitis wird direkt durch eine Koloskopie (Darmspiegelung) oder einen Kontrasteinlauf mit Röntgen diagnostiziert und ist häufig ein Nebenbefund anderer Erkrankungen. Allerdings können die vorgenannten beiden Untersuchungen bei Verdacht auf akute Divertikulitis wegen des erhöhten Risikos auf eine Verletzung des Darms bzw. einen Darmdurchbruch nicht durchgeführt werden. Zuerst müssen die akuten Symptome gelindert werden. Etwa vier bis sechs Wochen nach Abklingen der Entzündungen ist dann eine Darmspiegelung ratsam, um ein Karzinom oder andere chronische Darmerkrankungen auszuschließen.

Mittlerweile kommt vor allem auch Ultraschall (Abdomen-Sonografie) und für spezielle Fälle eine Computertomografie (CT)  zum Einsatz, vor allem um die entzündeten Divertikel aufzufinden, oder um zu sehen, ob ein Darmdurchbruch vorliegt (Luft im Bauchraum außerhalb der Darmschlingen). Außerdem ermöglicht die Ultraschalluntersuchung die regelmäßige Verlaufskontrolle ohne Belastung des Betroffenen. 

Divertikulitis Therapie in der Hoschschulmedizin

Die Hochschulmedizin sieht die folgenden Maßnahmen gegen eine Divertikulitis vor.

Divertikel ohne Symptome werden nicht behandelt.

Als gängige Therapie bei einer leichten Divertikulitis wird eine leichte, schlackenarme Kost und eine reichliche Flüssigkeitszufuhr eingesetzt. Bei schwereren Fällen kommen eventuell eine Nahrungskarenz und Antibiotika gegen die Entzündungen sowie Aminosalicylate zum Einsatz. Krampflösende Schmerzmittel können Verwendung finden. Haben sich die Symptome gebessert, wird wieder zu einer normalen Ernährung gewechselt, allerdings mit dem Hinweis, ballaststoffreich zu essen.

Eine schwere Divertikulitis wird im Krankenhaus behandelt. Hier kommt ein Nahrungsverzicht mit einer parenteralen Ernährung (künstliche Ernährung unter Umgehung des Verdauungstrakts) in Betracht. Antibiotika werden über die Venen gegeben. Abszesse werden über einen Schlauch durch die Haut gespült. Der Zustand des Betroffenen wird eng kontrolliert und auf einen eventuellen Darmdurchbruch hin geprüft.

Bei Komplikationen, insbesondere dem Darmdurchbruch, starken Darmverengungen oder bei einem Darmverschluss, starken Blutungen und Fisteln ist eine sofortige Operation notwendig. Bei einer chronischen bzw. in Schüben wiederkehrenden Divertikulitis wurde früher relativ schnell an eine Operation gedacht. Bei ungefähr 2 Divertikulitisschüben innerhalb von einem Jahr oder bei etwa 3 Schüben in 3 Jahren wurde meist eine Operation näher in Erwägung gezogen. Heute wird hier aber eher eine abwartende Strategie angewandt, da die weiteren Schübe häufig etwas geringer ausfallen, eine OP zudem besser im ungereizten Zustand vorgenommen wird und das Risiko weiterer Komplikationen mit den Schüben nicht unmittelbar steigt. Außerdem ist das Rückfallrisiko nach einer OP mit etwa 25% relativ hoch. 

Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin bei Divertikulitis

Als Voraussetzung für eine gesunde Darmschleimhaut und der Gesundung einer Divertikulitis ist die gesunde Ernährung und eine gesunde Lebensweise hervorzuheben.

Die zentralen Stichpunkte lauten:

  1. Ausreichend Ballaststoffe,
  2. Entzündungen vorbeugen bzw. hemmen,
  3. reichlich Flüssigkeit (mind. 30ml pro kg Körpergewicht),
  4. Darmflora stärken,
  5. Darmmotilität fördern,
  6. ausreichend richtige Bewegung,
  7. seelische / emotionale Probleme und Stress vermeiden und bewältigen.

Es sei aber davor gewarnt, bei signifikanten Symptomen der Divertikulitis nicht zum Arzt zu gehen und die Therapie rein auf eine Umstellung der Ernährung und auf naturheilkundliche Maßnahmen zu beschränken. Es gilt sogar: Je akuter die Problematik, desto vorsichtiger sollte an die naturheilkundlichen und alternativen Themen herangegangen werden. Eine Anwendung von bestimmten Mitteln der Naturmedizin oder eine ballaststoffreiche Ernährung, die für eine bestimmte Krankheitsphase gut ist, kann für andere Phasen sogar kontraproduktiv wirken. Auch vor zu schnellen Umstellungen in der Ernährung ist zu warnen. Es sollte möglichst sanft vorgegangen werden. Bei akuten Symptomen ist zuvorderst an die Verhinderung weiterer Komplikationen und von Notfällen sowie an eine Schonung zu denken.

Zur eindeutigen Diagnose und dem Ausschluss schwerwiegender Krankheiten ist ein Arzt aufzusuchen. Bei schweren, ja teilweise selbst bei mittleren Symptomen, sind hochschulmedizinische Maßnahmen zunächst häufig die wichtigste Wahl, um eine schnelle Stabilisierung der Situation und Linderung der Entzündungen zu erreichen. Dazu zählt auch die Einnahme von Antibiotika, die Schonnahrung bzw. eine Nahrungskarenz. Der Schwerpunkt sollte in dieser Phase auf das Abklingen der akuten Symptome und insbesondere der Entzündungen gelegt werden. Schonende Nahrung, Vermeidung reizender Lebensmittel, ausreichend Flüssigkeit und Ruhe sind jetzt besonders wichtig. Sollten die antibiotischen Mittel nicht ansprechen, kann die Verwendung entzündungsstillender Tees in den Vordergrund rücken (siehe unten).

Sobald aber die Akut-Phase für einige Wochen überwunden wurde, und der Arzt dies bestätigt und freigibt, sollte ernsthaft an einer gravierenden Umstellung der Ernährung und Lebensweise gearbeitet werden. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht möglichst schonend und mit Bedacht vorzugehen. Eine plötzliche massive Umstellung ist meist kontraproduktiv. In der Umstellungsphase sollten verstärkt grüne Tees und Kräutertees zum Einsatz kommen (siehe unten). Es gilt sich stufenweise rückwärts vorzuarbeiten und die Gesundung der Darmschleimhäute voranzutreiben. Ziel ist es, dass alle Symptome nachhaltig verschwunden sind. Anschließend geht es um die Gesunderhaltung des Darms, die Vorbeugung erneuter Ansammlungen von Kotresten und Entzündungen auf den empfindlichen Schleimhäuten und die Erreichung einer hohen Darmmotilität.

In dieser Hinsicht lassen sich vier Stufen der Problematik unterscheiden, in denen unterschiedliche Ansätze der Therapie sinnvoll sind:

 

1. Vorbeugung von erworbenen Divertikel und von Entzündungen, bzw. Erhaltung einer gesunden Darmschleimhaut sowie Divertikulose ohne Symptome

2. Divertikulose (multiple Divertikel bereits vorhanden) mit leichten Symptomen oder Risikogruppe

Typische Symptome (nicht ausschließlich u. allgemeingültig)

Keine

Leichte Symptome, insbes. Blähungen, gelegentlich Verstopfung od. Durchfall, unregelmäßiger Stuhl, leichte Schmerzen im Unterbauch.

Für wen besonders?

Alle Menschen, besonders bei erblicher Prädisposition, bei Bindegewebsschwäche u. Risikogruppen (z.B. höheres Alter).

Bei Diagnose.

Therapie-Schwerpunkte aus ganzheitlicher u. naturheilkundlicher Sicht (siehe detailliert unten)

  • Ausreichend Flüssigkeit trinken (30ml pro kg Körpergewicht),
  • Ballaststoffreiche und entzündungsarme Ernährung,
  • Die Nahrung sehr gründlich kauen, keine Hast beim Essen,
  • Regelmäßiger Verzehr von grünem Tee und Bittertees,
  • Übersäuerung meiden, Basenbildner essen,
  • Hochwertige, entzündungshemmende Fette essen (bestimmte pflanzliche Öle),
  • Viele unterschiedliche Lebensmittel essen, nicht viel von einer Nahrung,
  • Unterschiedliche Zubereitungen genießen: Rohkost, gekocht, gedämpft und angebraten.
  • Das Essen genießen und positive od. negative Wirkungen bestimmter Nahrungsmittel auf den Körper beobachten!
  • Stoffe einschränken, die die Darmschleimhäute reizen (insbes. Alkohol, Koffein, Nikotin, Gewürze, Kuhmilchprodukte),
  • Vermeidung von Pestiziden u. sonst. Pflanzenschutzmitteln; Bio-Nahrung wählen,
  • Vermeidung zuckerhaltiger Speisen,
  • Darmflora unterstützen durch regelmäßige Einnahme natürlicher Präbiotika,
  • Auf ausreichende Mineralstoff- u. Spurenelemente-Zufuhr achten,
  • Stress abbauen bzw. vermeiden,
  • Übergewicht abbauen,
  • Einnahme von Antibiotika u. Abführmittel auf das absolut notwendige Maß begrenzen,
  • Bei Einnahme von Antibiotika die Darmflora wieder stärken,
  • Starkes Pressen beim Stuhlgang vermeiden,
  • Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge.

Wie Stufe 1, jedoch folgende Maßnahmen verstärken u. spezielle Mittel wählen:

  • Spezielle Heiltees,
  • Natürliche Präbiotika,
  • Quellstoffe (Flohsamen, Leinsamen),
  • Spezielle Bewegung, gezielter leichter aber regelmäßiger Sport (z.B. Yoga, leichtes Joggen, Schwimmen),
  • Übergewicht abbauen!,
  • Flüssigkeitszufuhr erhöhen,
  • Mineralstoff-/Spurenelemente-Zufuhr erhöhen,
  • Hochwertige, entzündungshemmende Fette erhöhen,
  • Konzentriertes Kokosnussöl,
  • Keine zuckerhaltigen Speisen,
  • Noch intensiver Kauen, beim Essen sehr viel Ruhe und Zeit lassen,
  • Stress abbauen (z.B. Yoga, Meditation, etc.),
  • Leichte Selbst-Bauchmassage,
  • Trampolinspringen,
  • Darmspülung (Colon Hydro), Darmreinigung,
  • Fastentage,
  • Fastenkuren,
  • Vitamin B12-Urintest, ggf. aktives B12 zuführen,
  • Nach Abklingen der Symptome zur Vorbeugung wechseln, aber regelmäßige Kuren mit den o.g. Faktoren.

 

3. Leichte bis mittlere Divertikulitis

4. Schwere Divertikulitis

Typische Symptome (nicht ausschließlich u. allgemeingültig)

Leichte bis mittlere Entzündungen, leichte Bauchschmerzen, Stuhldrang, Blähungen, Verstopfung (teils chronisch) und/oder Durchfall

Starke Entzündungen, Abszesse, Perforationen, Blut und Schleim im Stuhl, starke Bauchschmerzen, schmerzhafter Stuhldrang, starke Blähungen, starke Verstopfung und/oder Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber

Für wen besonders?

Bei Diagnose.

Bei Diagnose.

Therapie-Schwerpunkte aus ganzheitlicher u. naturheilkundlicher Sicht (siehe detailliert unten)

Wie Stufe 2, jedoch folgende Maßnahmen:

  • Arzt aufsuchen,
  • Genaue Diagnose u. Ausschlussdiagnose,
  • Untersuchung auf Nahrungsintoleranzen (Fructose, Laktose, Histamin). Diese Nahrung meiden,
  • Je nach Entzündungsstärke ggf. Antibiotika,
  • Spezielle Heiltees zur Unterstützung nach Rücksprache mit Arzt,
  • Ausreichend Flüssigkeit,
  • Bei Verstopfung mehr ballaststoffreiche, bei Durchfall mehr „stopfende“ Nahrungsmittel u. Flüssigkeit u. Mineralstoffe ersetzen,
  • Selektive Schonnahrung,
  • Alle Nahrungsmittel, die Probleme bereiten meiden,
  • Regelmäßige, kleinere Mahlzeiten,
  • Keine zuckerhaltigen Speisen,
  • Konzentriertes Kokosnussöl,
  • Kur mit lebenden Darmbakterien,
  • Kur mit Kokosnuss Aktivkohle,
  • Ggf. Heilfasten unter ärztlicher Aufsicht,
  • Ernährung langsam umstellen (in Richtung Stufe 2 u. 1),
  • Stress vermeiden und ausreichend Ruhe suchen,
  • Ausreichend Bewegung, aber belastenden Sport einschränken,
  • Stress abbauen durch geeignete Maßnahmen,
  • Osteopathie für den Bauch,
  • Bei Schmerzen feuchtwarme Umschläge od. Wärmflasche,
  • Vitamin B12-Urintest, ggf. aktives B12 zuführen,

Nach Abklingen der Entzündungen sukzessive in die Maßnahmen der Stufe 2. und dann 1. rückwärts vorarbeiten.

  • Arzt aufsuchen,
  • Genaue Diagnose u. Ausschlussdiagnose,
  • Oberstes Ziel: Abklingen der akuten Entzündungen / Symptome (Antibiotika, Aminosalicylate, ggf. Unterstützung durch Heiltees nach Rücksprache mit Arzt),
  • Ausschluss von Notfällen,
  • Verhinderung von Komplikationen,
  • Reine Schon-Nahrung („Astronautennahrung“) od. Nahrungskarenz,
  • Ausreichend Flüssigkeit,
  • Stress vermeiden und intensive Ruhe suchen,
  • Vitamin B12-Urintest, ggf. aktives B12 zuführen,

Nach Abklingen der akuten Symptome sukzessive in die Maßnahmen der Stufe 3., dann 2. und schließlich 1. rückwärts vorarbeiten.

Es gilt hervorzuheben, dass in allen vorgenannten Stufen unterschieden werden sollte, ob der Betroffene an Verstopfung, Durchfall oder wechselnder Verstopfung und Durchfall leidet. Entsprechend sind hierfür spezielle Maßnahmen zu treffen.

Verstopfung

Bei überwiegender Verstopfung (Obstipation): Es empfiehlt sich besonders der Verzehr ballaststoffreicher Nahrungsmittel (Gemüse, Obst, Salat, Vollkornprodukte) und die Einschränkung von Fleisch, Weißmehlprodukten, zuckerhaltigen Lebensmitteln, Alkohol und Kaffee. Die gezielte Zufuhr von Quellstoffpräparaten ist sinnvoll, besonders indische Flohsamenschalen und über Nacht eingeweichter Leinsamen. Diese Quellen im Darm auf ein Vielfaches des ursprünglichen Volumens auf und überziehen ihn mit einem Schleim. Toxine werden aufgenommen. So wirken sie stuhlregulierend. Hier ist aber auf die Zufuhr viel zusätzlicher Flüssigkeit zu achten.

Durchfall

Bei Durchfall (Diarrhoe) ist vor allem auf einen ausreichenden Flüssigkeitsersatz zu achten (Wasser, ungesüßter Tee – besonders der milde Grüntee Bancha, der grüne Rooibos-Tee und hochwertiger schwarzer Tee). Ggf. sollte die ersten ein bis zwei Tage ein reines Teefasten vorgenommen werden. Als schonende Nahrungsmittel eignen sich besonders geriebene Äpfel mit zerquetschter Banane (falls keine Fructoseintoleranz), Schleimsuppen (Reis-, Haferschleim), gekochte oder gedämpfte Karotten, Karottensupe, fettarme Mahlzeiten. Die feste Nahrung ist bei Weggang des Durchfalls dann schrittweise hin zur Vollkost wieder aufzubauen. Bei Durchfall der länger als 3-4 Tage andauert, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Tee gegen Divertikulitis

Die Kombination spezieller Heiltees in einer besonderen Zubereitung stellt eine massive Unterstützung gegen Divertikulitis und zu ihrer Vorbeugung dar. Die folgende Tabelle führt dabei die wichtigsten Wirkschwerpunkte auf, die über die anzuwendenden Tees erreicht werden sollen. Je nach Krankheitsphase sind diese Tees unterschiedlich einzusetzen. Ihre Einnahme sollte immer vorab mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da sie nicht zuletzt auch Wechselwirkungen mit Medikamenten besitzen können.

 Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4
 Vorbeugung und GesunderhaltungDivertikulose mit leichten Symptomenleichte bis mittlere Divertikulitisschwere Divertikulitis
Entzündungshemmend++++++++++
Antibakteriell+++++++++
Erreger-Biofilm abbauend++++++++++
Antimykotisch++++++++
Bei Verstopfung abführend, ausspülend, schleimlösend+++++++++
Bei Bauchkrämpfen krampflösend++++++++
Darmmotilität / Peristaltik fördernd++++++++++
Tonisierend auf die glatte Darmmuskulatur+++++++
Basenbildend++++++ 
Darmflora förderlich++++++++
Gegen Blähungen+++++++
Schleimhautschützend++++++++++
Insgesamt verträgliche Wirkung+++++++++++

Häufig werden in der Literatur die folgenden Kräutertees aufgeführt, die über einige der o.g. Wirkungen verfügen und somit auch teilweise gegen Divertikulitis empfohlen werden:

  • Kamillenblütentee (antientzündlich, krampflösend, wundheilungsfördernd, antibakteriell, bakterientoxinhemmend, antiviral, immunstimmulierend), 
  • Lavendelblütentee (fördert Durchblutung der Magen-/Darmschleimhäute, beruhigend bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden, gegen Blähungen),
  • Brombeerblättertee (Gerbstoffe, adstringierend bei Durchfall, antientzündlich),
  • Eichenrindentee (adstringierend gegen Durchfall, antiviral, leicht entzündungshemmend, sekretionshemmend),
  • Pfefferminzblättertee (krampflösend, gegen Blähungen, adstringierend, magenanregend, antiviral),
  • Fenchelfrüchtetee (fördert Magen-/Darmmotilität, krampflösend, gegen Blähungen, antibakteriell, gesteigerte Magensaftsekretion),
  • Kalmuswurzelstocktee (tonisierend, reizlindernd, krampflösend, sekretanregend, adstringierend),
  • Ratanhiawurzeltee (Gerbstoffe, adstringierend, entzündungshemmend),
  • Bittere Schleifenblumen Tee (antientzündlich, krampflösend, antiulzerogen, tonisierend auf die glatte Magen- und Darmmuskulatur).

Gerade der Klassiker Kamillenblütentee ist aus meiner Erfahrung bei entzündlichen Darmerkrankungen aber weniger gut geeignet und führt teilweise durchaus auch zu einer zusätzlichen Reizung der Schleimhäute. Gleiches gilt umso mehr für den Lavendelblütentee. Brombeerblätter und Eichenrinde sowie andere nicht aufgeführte Tees können bei akutem Durchfall sehr gut helfen, sind aber sonst bei Divertikulitis ebenfalls weniger zu empfehlen. Pfefferminzblättertee, Fenchelfrüchtetee und Kalmuswurzelstock helfen gut gegen Blähungen und lindern Krämpfe, sind bei entzündeten Schleimhäuten aber auch eher reizend. Einzig die Ratanhiawurzel sowie die Bittere Schleifenblume besitzen eine gute Eignung, die aber in jedem Fall durch den Betroffenen selbst ausprobiert werden muss. Zur Unterstützung der Therapie und Vorbeugung der Divertikulitis würde ich jedoch andere Tees vorziehen. Diese werden im folgenden vorgestellt.

Noch eine wichtige Bemerkung: Häufig wird auch der grüne Tee allgemein als gutes Mittel bei Darmerkrankungen und Darmentzündungen erwähnt. Meine Erfahrung ist jedoch, dass viele der grünen Teesorten bei üblicher Zubereitung den entzündeten Darm zu sehr reizen und kontraproduktiv sind. Auf dieser Beobachtung basieren die speziellen u.g. Empfehlungen zu Sorten und Zubereitungen.   

Tee zur Vorbeugung von Divertikulitis und Gesunderhaltung der Darmschleimhäute (Stufe 1)

Im Gegensatz zu den späteren Stufen geht es hier um eine regelmäßige Einnahme harmonisch wirkender spezieller grünen Teesorten sowie der gelegentlichen Einnahme von hochwirksamen Bittertees, die sich positiv auf den gesamten Körper und auch auf den Stoffwechsel und die Verdauungsorgane auswirken:

  1. Grüner Tee Basis-Paket (Gyokuro, Sencha, Bancha; alles erste Pflückung) plus Matcha
  2. Bittertees: Regelmäßige gelegentliche Einnahme, insbesondere Krebsbuschtee (15%) vermischt mit Rooibostee (85%), außerdem Kuding-Tee und Enzianwurzel.

Näheres wird im Artikel Tee zur Vorbeugung von Divertikulitis beschrieben.

Tee bei Divertikulose mit leichten Symptomen (Stufe 2)

Bei einer Divertikulose mit leichten Symptomen sollten anstelle des o.g. reinen Vorsorge- und Gesunderhaltungspakets nun schon gezielte Teesorten in teilweise besonderer Zubereitung eingesetzt werden:

  1. Grüner Tee Bancha (japanische Grünteesorte, erste und zweite Pflückung),
  2. Krebsbuschtee (25%) vermischt mit Rooibostee (75%) aus Südafrika,
  3. Klettenwurzeltee aus Japan.

Eine genaue Anwendungsempfehlung findet sich im Beitrag Tee bei Divertikulose mit leichten Symptomen.

Tee gegen leichte bis mittlere Divertikulitis (Stufe 3)

Die wichtigsten Tees gegen eine leichte bis mittlere Divertikulitis sowie bei einer rezidivierenden (immer wiederkehrenden) Divertikulitis lauten aus meiner Erfahrung:

  1. Grüner Tee Bancha (japanische Grünteesorte, 2. oder 3. Pflückung),
  2. Krebsbuschtee (pur, 100%) aus Südafrika,
  3. Senna-Tee aus Afrika, vermischt mit Rooibostee.

Eine genaue Anwendungsempfehlung findet sich im Beitrag Tee gegen leichte bis mittlere Divertikulitis.

Tee bei schwerer Divertikulitis (Stufe 4)

Bei schwerer Divertikulitis ist jede Einnahme von Tees, Naturheilmitteln und ähnlicher Selbstmedikation unbedingt mit dem behandelnden Arzt abzustimmen. Die folgenden Tees unter Begleitung von grünem Propolis aus Brasilien haben sich aus meiner Sicht besonders bewährt, um die hochschulmedizinische Therapie zu unterstützen:

  1. Sannenbancha (japanische Grünteesorte, 2-3 Jahre gereifter Bancha),
  2. Krebsbuschtee (pur, 100%) aus Südafrika,
  3. Propolistinktur aus grünem Propolis aus Brasilien.

Eine Anwendungsempfehlung ist im Beitrag Tee bei schwerer Divertikulitis dargestellt.




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