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Grüner Tee aus Miyakonojo (Miyazaki)

Miyakonojo ist die größte Teeanbauregion Miyazakis und bringt die besten Senchas hervor. Es besitzt ein ähnlich vorteilhaftes Klima und Geografie wie Uji.

Miyakonojo Tee

Die Region und Stadt Miyakonojo (jap.: 都城) liegt im Westen, der für seinen Grüntee bekannten Präfektur Miyazaki. Sie ist die größte aller Teeregionen der Präfektur und besitzt etwa 249ha Anbaufläche (2006). Es erzeugt jährlich etwa 330t an Miyakonojo Cha (Cha = Tee).

Die Nr. 1 Region in Miyazaki

Aber nicht nur bezogen auf die Anbaufläche, sondern auch im Hinblick auf die Teequalität ist Miyakonojo führend. Aufgrund seiner rundum durch Berge geschützten Lage, seinem besonderen Mikroklima und den fruchtbaren Böden wird hier der beste Grüntee Miyazakis (vor allem Sencha) und einer der besten grünen Tees Japans gewonnen.    

Miyakonojo: sehr bedeutende Landwirtschaft

Die Region Miyakonojo ist nicht nur für grünen Tee bekannt, sondern entfaltet auch zahlreiche andere landwirtschaftliche Aktivitäten. Miyakonojo rangiert bemerkenswerterweise an Platz 2 aller landwirtschaftlichen Regionen Japans (2006) und an Platz 1 auf der südlichen Hauptinsel Kyushu.

Klima und Geografie Miyakonojos – ähnlich vorteilhaft wie Uji

Die spezielle Geografie und das besondere Klima Miyakonojos ist mit Uji – der Top-Region Japans – sehr vergleichbar. Dies wurde bereits vom berühmten Teiki Ikeda (jp; 池田貞記) bemerkt, der dafür bekannt ist, dass er Mitte des 18. Jahrhundert die Sencha-Methode nach Miyazaki einführte. Ikeda war der Arzt des Shimazu-Clans und erlernte in Uji die modernsten Methoden des Teeanbaus und der Teeverarbeitung.

Das Klima in Miyakonojo ist ein Inlandsklima mit ausgeprägtem Unterschied zwischen Tages- und Nachttemperaturen sowie den Temperaturen zwischen Winter und Sommer. Zudem bedingt das Klima des Beckens, dass hier morgens und abends viel Nebel entsteht, was besonders vorteilhaft ist. Speziell im Übergang der Jahreszeiten wird der Nebel im Miyakonojobonchi so dicht, dass man kaum die eigene Hand erkennen kann.

Im Sommer ist es im Becken besonders feucht, aber die Temperatur ist zugleich kälter als in den Küstenregionen. Obwohl subtropisch gelegen, ist es morgens und abends durchaus kühl.

Entsprechend ist die Ernte des ersten Tees des Jahres, der sog. Shincha, erst Ende April möglich. Die Teeblätter wachsen langsamer, was zu einem schmackhafteren und gehaltvolleren Tee führt.

Der Wind weht meist aus Südwest, was zu einem signifikanten Eintrag vulkanischer Asche führt.

Das rundum von Bergen umgebene Miyakonojo-Bassin aus der Luft

Das rundum von Bergen umgebene Miyakonojo-Bassin aus der Luft

Top-Senchas aus Miyakonojo

Die Region ist berühmt für seine exzellenten Senchas. Im Sommer 2014 wurde Miyakonojo mit dem zweiten Platz in der 10kg Sencha-Kategorie der besten Regionen im National Tea Examination Competition des 68. Tea Festivals ausgezeichnet. Der erste Preis ging an die Top-Region Kirishima in Kagoshima. Der dritte Preis wurde an Süd-Kyushi verliehen, mit der Top-Region Chiran sowie Ei und Kawanabe. Miyazaki City erhielt den vierten Preis.

Fazit: Miyakonojo bringt die besten Senchas Miyazakis und einer der führenden Senchas Japans hervor. Ein Muss für jeden Grüntee-Geniesser. Empfehlenswert ist hier die Saatsorte Yabukita

Klimatabelle Miyakonojo

Ein Blick auf die Klimatabelle Miyakonojos macht deutlich, wie sonnenverwöhnt die Region das ganze Jahr über ist, mit 1.940 Sonnenstunden. Trotzdem fällt mit rund 2.500mm sehr viel Niederschlag, vor allem Juni bis September. Die Temperaturen sind mild, aber weniger warm als an der Küste Miyazakis und zeigen große Unterschiede zwischen Höchst- und Tiefstwerten und Sommer und Winter. Der wenige Schnee bleibt fast nie länger liegen. Die Region bildet sehr viel Nebel. Im Vergleich zum Durchschnitt Miyazakis ist Miyakonojo deutlich wind- und sturmgeschützter. Alles zusammen hervorragende Voraussetzungen für den Anbau von exzellentem grünen Tee.




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