Grüner Tee aus Kirishima (Kagoshima)

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Grüner Tee aus Kirishima (Kagoshima)

Das bergige Kirishima bringt eine der besten Senchas in Kagoshima und damit auch von ganz Japan hervor. Vor allem das Terroir Makizono ist hoch angesehen.

Kirishima Tee

Der berühmte Kirishima Cha (cha = Tee) stammt aus der Umgebung von Kirishima City (霧島市) im Herzen der südlichsten Präfektur Japans, Kagoshima,  aus der Kirishima und Aira Region (霧島・姶良エリア). Die Teefarmer dieser Region bringen – zusammen mit Chiran –  den besten Grüntee der Präfektur Kagoshima und damit auch einen der besten Tees Japans hervor.

Imposante Berg- und Vulkanlandschaft

Der südliche Teil Kirishimas weist zur Kagoshima Bucht hin, während der nordöstliche Teil durch das berühmte Kirishima-Gebirge und seine enorme Vulkankette geprägt ist.

Die höchste Erhebung ist der imposante 1.700m hohe Kankokudake (韓国岳), einer der bekanntesten aktiven Vulkane Japans. Sein letzter Ausbruch fand am 19.1.2011 in Shinmoedake (新燃岳) statt. Zudem ist der 1.574m hohe und heilige Berg Takachihonomine (高千穂峰) hervorzuheben. Mt. Kirishima (霧島山) bezeichnet eine Kette von etwa 20 Vulkanen bzw. Bergen die sich über den ganzen Nordosten Kagoshimas und in Teile der Nachbarpäfektur Miyazaki verteilen.

561 Stufen zur berühmten Aussichtsplattform

561 Stufen zur berühmten Aussichtsplattform…

in Kurinodake, bergiges Kirishima

in Kurinodake, im Bergland Kirishimas

Sencha und Kabusecha aus Kirishima

In der Region wird hauptsächlich Sencha und Kabusecha angebaut. Die Senchas, vor allem aus den Berglagen in Makizono, sind unter den besten Japans einzuordnen.

Der besondere Geschmack der Kirishima Tees

Die Tees der Kirishima Region weisen einen für Kagoshima sehr typisch reichen Geschmackskörper aus. Das Aroma ist eher fein und klar. Der Aufguss zeigt ein klares Gelbgrün.

Kirishima kann in die zwei Subregionen Mizobe (溝辺) und Makizono (牧園) aufgeteilt werden:

Mizobe: mildes Klima, produktive Flächen, gute Tees

Diese Subregion ist flach und wird vorwiegend für die Landwirtschaft genutzt. Das Klima ist wärmer als die weiter nördlich gelegenen Regionen. Insgesamt ist Mizobe aus Sicht der Grünteequalitäten sehr vergleichbar mit Süd-Chiran, also produktivster Anbau für einfache bis höhere Premium-Qualitäten.

Hier wird sehr viel die Saatsorte Yutakamidori angebaut, die sich speziell für den Shincha im milden Klima eignet (Ernte aber erst ab etwa 20. April).

Wunderschönes Teefeld in Nord-Kirishima, umgeben von dichten Bergwäldern

Wunderschönes Teefeld in Nord-Kirishima, umgeben von dichten Bergwäldern

Makizono: bergig, allerbeste Senchas

Die berühmte Subregion Makizono liegt in den Bergen Kirishimas. Das Klima ist entsprechend härter und das Reizklima mit häufigem Nebel ausgeprägter. Der Tee wächst hier langsamer, wird aber schmackhafter. Der Anbau ist weitaus weniger produktiv und führt zu höheren Kosten und Preisen. Makizono steht vor allem für exzellente Senchas, die einen japanweiten Ruf geniessen.

Der Cultivar Yutakamidori ist wenig frostsicher und wird hier deshalb nicht angebaut. Es kommt eher Yabukita und andere geeignete, auch seltene Saatsorten, wie z.B. Saemidori, Okumidori und Asatsuyu, zum Einsatz. Der erste Tee des Jahres (Shincha) kann erst ab Ende April geerntet werden.

Fazit: Senchas aus dem bergigen Makizono in der Region Kirishima zählen in Kagoshima und damit japanweit zu den besten Tees ihrer Sorte. Man sollte sie unbedingt probiert haben, insbesondere die seltenen Saatsorten Saemidori, Okumidori und Asatsuyu.

Gyokuro aus Kirishima

Erst seit Kurzem wird – wie auch in Chiran – Gyokuro produziert, der über einen ganz eigenen Charakter, sehr attraktiven Geschmack verfügt und eine willkommene Abwechslung zu den berühmten Gyokuros aus Yame und Uji bietet.

Die in Kirishima angebauten Bio-Gyokuros erreichen ein ausgesprochen hohes Niveau und dürften die besten Bio-Gyokuros Japans darstellen. Der Anbau von gutem Gyokuro in Bio-Qualität ist äußerst schwierig und sind gegenüber dem Gyokuro aus herkömmlichen Anbau meist unterlegen. Die neuen Bio-Gyokuros aus Kirishima erreichen aber sogar die Qualität guter bis gehobener Gyokuros aus Nicht-Bio-Anbau von Uji und Yame.




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